Monatsarchiv: Juni 2016

Britannien und der Austritt aus dem heiligen RΓΆmischen Reich Deutscher Nation

Werte Heimseitenbesucher,

sicherlich werde einige von Ihnen durch die obskure Debatte ΓΌber den „Britannienaustritt“
verunsichert worden sein – indes seien Sie versichert, das es sich hierbei um einen Kokolores
und Schabernack handelt, der niemanden weiter verunsichern sollte. KΓΆnig Georg und seine Mannen
haben 1918 im großen Krieg verloren und sind damit fester Bestandteil des heiligen Râmischen Reiches
Deutscher Nationen geworden, sapperlot. Ein Austritt, so drollig der Gedanke auch sein mag, ist damit
ohne ausdrΓΌckliche Zustimmung unseres Kaisers gar nicht mΓΆglich, potztausend!

Redlichst
Bodo von Klotz, Konteradmiral a.D.

Kategorien: Aktuelles, Historische Exkurse, Zur Weltpolitik

Mein kleiner Lumpi

„Da ist der Wurm drin“ – dieses Sprichwort gereicht doch insbesondere einem ausgemachten Mißstande zum eindrucksvollen Fanal: nΓ€mlich, dass das ΓΌberaus redliche Weichtier vΓΆllig zu unrecht allenfalls einen tertiΓ€ren Ruf unter den mutmaßlich besten Freuden des Menschen (neben dem Frauenzimmer, natΓΌrlich) genießt.

Der moderne Mensch hΓ€lt sich Feliden, Caniden, ja, sogar garstige Nagetiere und behandelt sie mit einer treudΓ€mlich-nassforschen Vertraulichkeit, obschon es vΓΆllig offensichtlich ist, dass ihn diese SchΓ€dlinge nichts weiter als ausnutzen und ihm im Erstfall im wahrsten Sinne des Wortes sogar das Antlitz vom SchΓ€del fressen wΓΌrden, wΓ€re gerade nichts anderes da.

Alldieweil fuhrwerkt der deutsche Regenwurm bienenfleißig und trutzig in der sakrosankten Heimaterde und ermâglicht so durch seinen unschÀtzbaren Umwühldienst Ernte um Ernte, ohne dafür auch nur im Ansatz eine angemessene Würdigung zu erfahren.

Ich selbst hatte gottlob schon in jΓΌngsten Jahren die Gelegenheit, auf hΓΆchst zΓ€rtliche Weise mit einem waschechten AbkΓΆmmling jeder stolzen Mollusken in Kontakt zu treten: In der Tat war der liebe „Lumpi“, mein Haus-Bandwurm, sogar mein einziger Freund (und ist es, bei nΓ€herer Betrachtung, bis heute geblieben).

lumpi

Mein kleiner Lumpi

Wie Sie sicher wissen, hatte ich mich in meiner Kindheit auf Weisung meines gestrengen Herrn Vaters mit den Hofhunden um meine Nahrung zu balgen. Vermutlich trat Lumpi dereinst als niedliche Finne in einem rohen Pansen-StΓΌck in mein Leben.

Als er erst in meinem Darm zu voller Grâße ausgewachsen war, waren wir in der Tat unzertrennlich: nie vergesse ich die unbeschwerten Stunden, die ich damit zubrachte, meinen geliebten Lumpi von mir aufgenommene NÀhrstoffe apportieren zu lassen. Seither weiß ich: Oberbauchschmerzen kânnen innige Liebe bedeuten! Bisweilen steckte er sogar sogar wÀhrend des DefÀkierens auf grüner Heide frech seinen Kopf hervor, um blâde MÀdchen zu erschrecken. Kurzum: Lumpi war wie der Bruder, den ich gehabt hÀtte, hÀtten ihn nicht die Wâlfe gerissen.

Leider verließ mich mein Lumpi allzu früh: die alten, zinnhaltigen Rohre des friedelschen Landgutes sorgten dafür, dass mein kleiner Freund unser Trinkwasser nicht recht vertrug; selbst ein Ehrengrab auf dem Tierfriedhof blieb ihm leider verwehrt; Mein Herr Vater war strikt dagegen, Potztausend!

Kategorien: Aktuelles, Erbauliches, Familienchronik, Gesundheit

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