Nachruf

Westerwelles dekadente Audio-Biographie

Ein Gastbeitrag von Herbert Kleinschmidt, Vorstand der Kleingartenanlage „Teutonia“

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Freitag, 18. April 2016: Während ich den Rasen vor meiner Laube gewissenhaft mit einem Präzessions-Lineal trimme, erreicht mich über meinen neuen UKW-Empfänger folgende Meldung: Guido Westerwelle ist gestorben.

Ein herber Verlust! Er hatte meinen tiefen Respekt erworben, weil er mit gutem Beispiel voranging: Allen Andersherum-Sexuellen hat er vorgelebt, dass man Humbug wie Adoptionsrechte beiseitelegen und sich stattdessen auf wichtige Dinge wie Steuererleichterungen konzentrieren sollte! Eine Leistung, wie sie nur noch Winfried Kretschmann übertroffen wird, der derzeit das verlotterte Grünenpack auf den redlichen Weg der Kehrwoche führt.

Als mir am Freitag vor Bestürzung Lineal und Nagelschere aus der Hand fielen, wusste ich sofort, dass ich nun über Guidos Nachlass wachen muss, denn eine Verklärung wäre hier brandgefährlich! Dazu habe ich in einem unermüdlichen Kraftakt seine Biographie verfasst.

Gott sei Dank war es mir seinerzeit vergönnt, in meiner Funktion als Leiter des Politik-Ressorts des Fachmagazins „Laub und Laube“ das Wirken Herrn Westerwelles zu begleiten. Dank eines neuartigen Diktiergerätes konnte ich die überzeugende Kraft seiner Worte sogar auf ein Magnetband bannen.

Daher kann ich nun ganz im westerwell‘schen Geiste handeln: Nach Jahrzehnten im Sozialstaat darf man nicht mehr erwarten, dass die dekadente Masse des Lesens mächtig ist – oder sich länger konzentrieren könnte, als so ein Filmchen bei MTV oder DuRohr dauert. Deshalb habe ich nun ein Hörbuch in zwei Teilen von jeweils knapp 3 Minuten Länge erstellt, dass man sich hier unentgeltlich nach unten laden kann. Für die Vertonung konnte ich die Darsteller des Laientheaters „Moosacher Dramttanten“ gewinnen.

Krawattenguido Teil 1

Krawattenguido Teil 2

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Kategorien: Aktuelles, Nachruf, Zur Weltpolitik

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