Monatsarchiv: April 2020

Xaver Naidoo: Seine grâßten „Hits“

Xaver Naidoo. Bei aller berechtigten Aufregung sollten wir uns trotz allem daran erinnern, daß dieser Mann nicht nur ausgezeichnet leugnen, sondern noch dazu herausragend singen und komponieren kann. In der Tat hat er uns im Laufe seiner bewegten Karriere zahlreiche Gassenhauer von Weltrang beschert.
Daher aus gegebenem Anlass die aktuelle Umfrage: Welcher ist Ihr liebster Xaver-Naidoo-Schlager:

☐ „Zehn FΓ€sser Adrenochrom (kΓΆnnen uns nicht gefΓ€hrlich sein)“

☐ „Alu, Stein und Eisen bricht“

☐ „Dieser Weg (wird kein weiser sein)“

☐ „Der Xaver aus Neuschwabenland“

☐ „Flugscheiben in meinem Bauch“

☐ „Bevor Du 5gst“

☐ „Himmel ΓΌber Deutschland“

☐ „Verdammt Du impfst mich“

☐ „Wahnsinn“

☐ „Heil Dir im Siegerkranz“

Schicken Sie Ihre Antwort bitte ausreichend frankiert (3 Reichsmark) an „Stoll Records“, postlagernd Neuschwabenland.
Die ersten zehn Einsender erhalten eine Maskenpflichtbefreiung im Wert von zwei Wochen Intensivstationsaufenthalt.

Kategorien: Aktuelles, Erbauliches, Redliche Musik

Am Karfreitag gilt: Obacht bei der Heimgymnastik!

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Kategorien: Aktuelles, Das Christfest, theologische Meditationen

Zur Kreuzigungsmode

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Β»[…] Als typisch fΓΌr die kulturell Γ€ußerst schnelllebigen und insgesamt sehr lebhaften 0030er Jahre kann jedenfalls der ungewΓΆhnlich rasche Wandel der modischen PrΓ€ferenzen gelten, was insbesondere den fΓΌr diese Arbeit relevanten Bereich der UnterwΓ€schemode betrifft. Dieser Umstand kann bei nΓ€herer Betrachtung kaum verwundern, galt doch die eigene Hinrichtung schlechterdings die einzige MΓΆglichkeit, sich ΓΌberhaut in Unterbekleidung einem grâßeren Publikum zu prΓ€sentieren und dabei einen Individualismus zu demonstrieren, der sich mit dem damals ansonsten eher ernΓΌchternden Modeangebot, bestehend hauptsΓ€chlich aus aschgrauen SackgewΓ€ndern, kaum abbilden ließ. Die Hinrichtung wiederum eignete sich außerdem ausgezeichnet fΓΌr derartiges Schaulaufen, da sie damals fast jeden DurchschnittsbΓΌrger wenigstens einmal im Leben ereilte.

Ging die Forschung bislang davon aus, daß die „Nazarether Bindung“ noch zu Zeiten der Kreuzigung des Heilands als letzter Schrei unter den juvenilen Delinquenten galt, legen aktuelle Forschungen nahe, daß sich insbesondere in der SchΓ€cher-Subkultur bereits zu diesem Zeitpunkt neuere Formen der GenitalverhΓΌllung herausgebildet hatten, die mit der traditionellen, als theatralisch und verkitscht empfundenen Schurz-Bindung brachen und eher Γ„hnlichkeit mit den auch heute noch ΓΌblichen Beinkleidern aufwiesen, wobei die sehr knappe Bedeckung der primΓ€ren Geschlechtsmerkmale eher an einen heutigen „Tanga-Slip“ erinnert. Mit dem keck-lasziven Charakter dieser Unterbekleidung hoffte man, bei der Kreuzigung alle Blicke auf sich zu ziehen, was insbesondere auch bei den Hinterbliebenen Eindruck hinterlassen sollte und einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Opulenz des BegrΓ€bnisses gehabt haben kΓΆnnte.

Strittig ist hingegen noch immer die Frage, ob es den SchΓ€chern mit dieser neckischen Minimalgewandung tatsΓ€chlich gelang, dem Heiland an seinem großen Tag sozusagen „die Schau zu stehlen“. Von Luther wurde dieser Umstand zeitlebens energisch bestritten, wenngleich verlΓ€ssliche Quellen nahelegen, daß er selbst sich ausgesprochen gerne bei der Gartenarbeit im SchΓ€cher-Tanga prΓ€sentierte, wovon aber – wohl insbesondere wegen der stetig sich mehrenden LeibesfΓΌlle des Chef-Reformators – keine bildlichen Zeugnisse ΓΌberliefert sind.Β«

Aus: Gunsser, Nikodemus: Von „Size Zero“ bis zum Stigma-Tunnel. Der Heiland am Kreuz als als Stilikone. TΓΌbingen, 1925 (neue Auflage 1931)

Kategorien: Aktuelles, Das Christfest, theologische Meditationen, Zur Weltliteratur

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