Klassiker

Frisur-Vorbild Nordkorea

Werte Leser,

abermals kann man nur voll des Neides gen Nordkorea blicken:

Diktator verordnet Haarschnitt-Zwang. Nordkoreaner müssen jetzt Kim Jong Uns Frisur tragen

Wie schon sein Herr Vater, so lässt auch Herr Jong-Un zunehmend die Züge eines weisen Staatsmannes erkennen. Und ein solcher weiß sehr genau: man muss die Fäulnis an der Wurzel bekämpfen, sonst breitet sie sich aus wie Haarschuppen. Nur naive Idealisten würden auf ein vernünftiges Bruttosozialprodukt hoffen, lässt man dem Haarwuchs einfach freien Lauf. Irgendwann werden diese nämlich so lang, dass sie ins Sichtfeld hängen und somit den Blick auf das Wesentliche verstellen. Der dergestalt in seinem Sichtfeld eingeschränkte Jungmann wird schließlich und endlich jedwede Erwerbstätigkeit vermeiden und sich dem Gammlertum widmen, welches bekanntermaßen sogar noch weitaus pomadiger von der Hand geht, wenn die Zotteln erst auf Halbmast hängen. Pfui Deibel!

Bild
Ja bitte!

Bild
Nein Danke!

Herr Jong-Un indes hat ganz richtig verstanden, was auch hierzulande an sich dem althergebrachten Wissensschatze angehört. Schon mein Ausbilder beim redlichen Militär – der gute Rittmeister Prügelpeitsch – pflegte stets zu sagen: „Schert man im Nacken erst das Haar, pariert der Rekrut ganz wunderbar.“ Das, werte Brettbesucher, ist deutsche Leikultur, wie sie sein sollte. Nur wurde diese von gammligen Sozen und – noch weitaus schlimmer – von ökologischen Sozialschmarozern inzwischen vollständig ausgehöhlt.

Ich fordere daher ultimativ:

  • Frisuren nach Kaiser-Wilhelm- oder Kim-Jong-Un-Vorbild für die Jugend
  • Verstärkter kultureller Austausch mit Nordkorea
  • Durchführung von Frisur-Kontrollen an allen Universitäten
  • Umschulung von erfahrenen Schäfern zu Jungmannen-Scherern

Nur auf diesem Wege, werte Damen und Herren, kann unser Vaterland wieder den Platz an der Sonne erlangen – und eine Luftige Frisur ist da kein Hindernis; wofür gibt es schließlich Pickelhauben?

Advertisements
Kategorien: Aktuelles, Klassiker, Zur Weltpolitik

Alarm im Kopfhotel! Folge 732

Alarm im Kopfhotel Hartlaub 
Folge 732: Bogie-Woogie

Was bisher geschah: Herr Schlumpumber und der Syrische Kaufmann Nuc-Nuc haben Ihre Liebe zum Boogie-Woogie entdeckt und musizieren im Oberstübchen auf einer elektrischen Harfe. Dies jedoch stört den Professor Rattermann, der in Zimmer 17 lebt und in seiner Freizeit absonderliche Briefmarken zählt. Es kommt zum Eklat und Herr Hartlaub wird telepathisch dazu gerufen, gerade als er in der „Hier-Welt“ in den Bus steigen will. Sofort verfällt er in tiefe Meditation und eilt in sein eigenes Hirn, um die Lage zu klären.

Herr Schlumpumber: Boogie Boogie! Woogie Woogie!

Syrischer Kaufmann: Nuc-Nuc!

Professor Rattermann: 1.5252 absonderliche Marken, 1.5….beim Jupiter, schon wieder verzählt! Meine Herren, ich muß insistieren! Beenden Sie den Woogie ohne zu säumen!

Herr Schlumpumber: He ho, he ho, der Boogie und der Woogie….

Syrischer Kaufmann: Nuhuuuc! Nuc-Nuc!

Herr Schlumpumber: …die machen uns das Leben froh!

Professor Rattermann: Absonderliche Musik noch VOR absonderlichen Marken? Ein Konzept, das lächerlicher kaum sein kann! Herr Hartlaub zu hülf, zu hülf!

In diesem Moment materialisiert sich Herr Hartlaub, der sich das Spielchen vor seinem geistigen Auge lange genug angesehen hat. Er trägt ein knallgelbes Hemd, eine Hose mit Schlag und hat sich ein ganzes Kilo Gänseschmalz in die Haare gerieben, die er nun zu einer verwegenen Tolle gedreht hat. Er ist der KÖNIG des Boogie-Woogie und damit schulden Herr Schlumpumber und Herr Nuc-Nuc ihm absoluten Gehorsam!

Herr Hartlaub: Ruhe nun, ihr Schergen der Harfe! Wer das Schmalz trägt, der befiehlt!

Herr Schlumpumber und Herr Nuc-Nuc im Chor: Der König,.oh Graus! Ach ist alles nun vergebens?

Professor Rattermann, in frenetischem lachen: Haha, und angemeiert, die Marke, die Macht der Marke, wie es so schön heißt, nun hat’s ein Ende mit dem Boogie und dem Woogie!

Herr Hartlaub, versöhnlich: Haltet ein! Der Boogie UND absonderliche Marke – beides ist von Nöten, damit das Universum weiter links dreht! Werdet nun Zeuge, wie ich den kataklystischen Harmonisator zum Einsatz bringe!

Mit großem Geknatter springt der Harmonisator an und Herr Hartlaub schwingt das Gerät über der elektrischen Harfe. Da setzt eine wunderbare Verwandlung ein. Wann immer man auf der Harfe den Boogie-Woogie spielt, produziert diese statt Töne nur noch Briefmarken, die an Absonderlichkeit nicht zu übertreffen sind.

Professor Rattermann: Welch Freude, welch Freude! Spielt ihr Troubadoure spielt!

Herr Schlumpumber: Wir hauen in die Saiten!

Syrischer Kaufmann: Nuc-Boogie, hoho! Nuc!

Professor Rattermann: Eine absonderliche Marke, zwei absonderliche Marken, drei absonderliche Marken….

Herr Hartlaub aber betrachtet still die Szenerie, bis ein Lächeln über sein Gesicht huscht. Dann empfiehlt er sich diskret, um wieder in die Welt außerhalb seines Kopfes zu schänneln.

In der Hier-Welt hat sich indes eine lange Schlange hinter Herrn Hartlaub gebildet, der seit 10 Minuten den Einstieg des Linienbusses blockiert. Ohne Unterlass hat er dabei in das Gesicht des schimpfenden Fahrers geschaut, ohne mit der Wimper zu zucken. Nun jedoch reißt er die Arme zum Himmel, dass das Volk erschrocken zurückweicht und ruft laut „Boogie-Woogie, meine Herren!“

Eine Grandezza, wie sie wohl nur dem König des Boogie-Woogie zu eigen sein kann!

Werter Leser, schalten Sie auch nächste Woche wieder Ihren Kopffunk ein, wenn es heißt: „Alarm im Kopfhotel Hartlaub!“

Kategorien: Aktuelles, Dem kosmischen Rauschen lauschen, Klassiker

Gastronomische Höhepunkte in der „Parkklause“

Werte redliche Heimseitenbesucher,

die Düsseldorfer „Parkklause“ hat einen „Sternekoch“ eingestellt und konnte ihr kulinarisches Programm damit erheblich erweitern, sapperlot.

Es handelt sich um einen Herrn, der bei der Fremdenlegion an der Gulaschkanone diente – im Rang eines Hauptgefreiten d.h. auszeichnet mit einem Stern auf den Schulterklappen.

Kuhfuß

Gustiös!

Folgende Spezereien sind daher ab sofort zusätzlich auf der Karte zu finden:

Eine ganze rohe Kartoffel mit Tütensenf oder Zimt 12,50

Kuhfuss auf einem Bett aus Klee 19,-

Schweinenase mit einer Soße aus Kondensmilch 18,-

Kniescheibe vom Hammel gefüllt mit „Allerlei“ 17,50

Heureka, sicherlich allesamt kulinarische Hochlichter, die man nicht verpassen sollte, sapperlot. Vergessen Sie nicht, noch heute einen Tisch zu reservieren.

Redlichst
Bodo von Klotz, Konteradmiral a.D.

Kategorien: Aktuelles, Der Seesack, Klassiker, Kulinarisches

Bloggen auf WordPress.com.