Monatsarchiv: Mai 2015

(Offenbar) dringend notwendiges Lebenszeichen

Um es nochmals mit allem Nachdruck klarzustellen: entgegen anderslautender Meldungen bin ich keineswegs verstorben. Es ist doch hanebΓΌchen. Da hΓ€lt man einige Tage innere Einkehr und versetzt sich demgemÀß mittels inbrΓΌnstiger Selbstkasteiung in religiΓΆse Extaste. Da sollte es doch nur allzu verstΓ€ndlich sein, dass man sich nicht um lΓ€stige AlltΓ€glichkeiten wie das Leeren des Briefkastens bekΓΌmmern kann. Zumal es eine ausgemachte Frechheit ist, zu behaupten, aus meiner Stadtvilla dringe ein „seltsamer Geruch“. Und aus solchen vermeintlichen „Anhaltspunkten“ spinnt man sich von behΓΆrdlicher Seite sodann einen nachgerade wahnwitzigen Spekulationssermon und nimmt diesen zu allem Überflusse noch zum Anlass, bewaffnet mit einem Zinksarg hochΓΆffiziΓΆs meine HaustΓΌr aufzubrechen!
Das jedenfalls, soviel ist sicher, wird noch ein Nachspiel haben. GrundsÀtzlich muss man sich doch aber fragen, in welcher Welt wir leben, wenn man sich nicht einmal einige Tage der schmerzhaften Buße vergânnen kann, ohne dass man sogleich für tot erklÀrt wird.

Vielleicht gehe ich die ganze Chose aber auch schlicht und ergreifend ganz falsch an. Dem alten GrΓΌnspan aus der Nummer vier gelang es beispielsweise erst im letzten Jahr, ganze zwei Monate vollends zufrieden gelassen zu werden, bevor man seinen Tod ΓΌberhaupt bemerkte. Beneidenswert, Potztausend!

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Der debilologische Gottesbeweis

Werte Damen und Herren,

An der Tatsache, dass dieser sogenannte „Darwinismus“ nichts als himmelschreiender Unsinn ist, besteht ja kein ernsthafter Zweifel. Jedoch lΓ€sst sich dieser Umstand oftmals gegenΓΌber Atheisten und Γ€hnlichem Pack nur ausgesprochen schwer begrΓΌnden. Solche Unholde, besonders gerne trifft man Sie auf dem Fratzenbuch, haben nΓ€mlich zumeist mindestens ein einschlΓ€giges Propagandawerk verschlungen und neigen daher dazu, wie wild mit sogenannten „wissenschaftlich belegten Fakten“ um sich zu werfen und im gleichen Atemzug die Bibel als „MΓ€rchenbuch“ zu verunglimpfen.

Als hochgebildeter und redlicher Zeitgenosse kΓΆnnte man in einer solchen Situation natΓΌrlich ohne weiteres den guten, alten Anselm von Canterbury und seinen ontologischen Gottesbeweis ins Feld fΓΌhren und den agnostischen LΓΌmmeln kurzerhand ein fromm-frΓΆhlich herausschallmeites β€žquo nihil maius cogitari potestβ€œ entgegenhalten. Jedoch gilt es zu bedenken: die wenigsten dieser Zeitgenossen sind Akademiker. Viele haben gar nicht einmal ein Latinum, so schwer vorstellbar dies auch erscheinen mag!

Nein, werte Mitstreiter, hier benΓΆtigt man ganz zweifellos eine griffige Formel, die starke Beweiskraft mit auch fΓΌr einfache GemΓΌter verstΓ€ndlichem Zugang vereint.

Sagen Sie also folgendes:

„WΓΌrde ein sogenannter „Genpuul“ tatsΓ€chlich existieren, wie darwinistische Irrlehren uns Glauben machen wollen, ein Einzeller Ihrer PrΓ€gung wΓ€re doch lΓ€ngst daraus entfernt. Da dergleichen aber Unsinn ist und der HERR ganz im Gegenteil insbesondere den Schutz der geistig Armen sich zur ersten Aufgabe gemacht hat, erschuf er das Fratzenbuch und bot somit selbst Deppen wie Ihnen eine Plattform, wo diese ihre mΓΌhsamen, grunzenden Artikulationsversuche in geduldige Textfelder defΓ€kieren kΓΆnnen.“

Hier haben wir den debilologischen Gottesbeweis. Der Darwinsmus wird sozusagen durch die rein empirische Beobachtung seiner AnhΓ€nger falsifiziert.

Sie sehen – auch mit solchen Menschen kann man reden, die richtigen Argumente vorausgesetzt.

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