Archiv des Autors: Dr. Waldemar Drechsler

Der König ist tot, es lebe der König!

Hochgeehrte Damen und Herren, hochgeehrte Generalsekretäre, hochgeehrter Kongress, hochgeehrte Komitees, hochgeehrte Mitgliedsverbände!

Redlichkeit Anschnur gratuliert Herrn Johannes Infantil (unredl. „Giovanni Infantino“) zur Thronnachfolge von GOTTes und Blatters Gnaden, die seit dem heut’gen Tage nun sogar als „demokratisch legitimiert“ gilt. Wie der alte König entstammt auch der neue dem Oberwalliser Adelsgeschlecht der Korruptinger, die den Weltfussballverband seit Anbeginn ihrer Regentschaft zu einem der erfolgreichsten Wirtschaftsunternehmen der Welt formten. Ich freue mich schon auf die baldige Zusammenarbeit sowie eine aussichtsreiche Beraterposition unter der neuen, alten Führung!

infantil

Ihr Dr. Waldemar Drechsler, FIFA-Funktionär (noch) a. D.

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Kategorien: Aktuelles

Prosit Neujahr!

Hochgeehrte Damen und Herren!

Die Welt feiert den Tag des heiligen Silvesters und das neue Jahr – wir redliche Christen sind da keine Ausnahme, Potztausend! Ich persönlich werde den heutigen Abend im Beisein meines mittlerweile halbvollen Urinsammelbehälters, meines schnieken Hörgerätes wie auch meiner löblichen, rezeptpflichtigen Demenzmedikamente geniessen. Selbstverständlich gehören auch sogenannte „Vorsätze“ zur alljährlichen Silvesterprozedur, hierzu zählen nicht etwa die vorsätzliche Körperverletzung wie das Zünden gehörschädigender Feuerwerkskörper durch vorbestrafte Jugendliche: nein, es handelt sich um banale Bestrebungungen, welche für das nächste Jahr geplant sind.

Meine Vorsätze sind redlicherweise: noch löblicher, noch christlicher, noch kaisertreuer und noch frommer zu werden. Wohl wahr, einige überaus komplizierte Aufgaben, wenn man bedenkt, wie löblich, christlich, kaisertreu und fromm meine Wenigkeit doch bereits ist, Sackerlot. Seien Sie froh, geschätzter Leser, dass Sie sich nur mit solch überaus simplen Vorsätzen wie dem Verlust einiger Pfunde beschäftigen müssen! Wenn man das seinige Dasein so nahe der Perfektion fristet, wie man es als Dr. Waldemar Drechsler leider zu tun pflegt, so fallen einem die guten Vorsätze nicht mehr so leicht in den redlichen Schoss, gell. Welch ein Frust mein Leib bei diesem Gedanken durchfährt!

Frustriert ob seiner Existenz nahe der ultimativen Perfektion,
Dr. Waldemar Drechsler

Kategorien: Aktuelles, Der liebe Kaiser, Die bessere Gesellschaft, Dr. Waldemar Drechsler gibt sich die Ehre

Volkswagens schnafte Manipluationsweichware

Hochgeehrte Damen und Herren!

Sie sehen mich lächelnd ob des angeblichen „VW-Skandals“, endlich zeigt dieser sich publice als grüner Bolschewistenkonzern präsentierende Droschenhersteller sein wahres Gesicht, endlich geht auch mir, dem „Volkswagen“ bislang Feindbild war, ein Lichtelein auf, Potztausend! Man sagte einst zwischen den 1950-1970ern, gegen die uns drohende Erdabkühlung (Fachjargon „Globale Abkühlung“) auf der nördlichen Hemisphäre gäbe es keinerlei wirkungsvolle Mittel – ein Irrtum, wie sich zeigte. Die fleissigen Chinesen mit aerodynamischer Augenform eröffnen wöchentlich ein neues Kohlekraftwerk, die dickbäuchigen Amerikaner mit Weltherrschafsanspruch verbrauchen laut Statistiken sogar noch nach dem Tode Strom und nun auch das sich selbst als die Quell der Schadstoffreduzierung sehende Deutschland: globaler Zusammenhalt ist bei einer globalen Krise wie dieser unaussprechlich wichtig, jahrelang wurde wohl nur hinter verschlossenen Türen der Politik diskutiert, wie man die Welt vor der drohende Eisdecke retten könne. Umso erfreulicher ist es natürlich nun für uns Deutschsprachige, dass es ausgerechnet ein deutscher Automobilkonzern war, der das Eis (wortwörtlich Polareis) zwischen den sich in der Öffentlichkeit zu bekämpfen scheinenden Parteien zum Schmelzen brachte und die Aussenwelt endlich in Kenntnis setzte, wie wir dieses weltweite Problem inskünftig anpacken werden. Wir sollten VW dankbar sein, es war an der Zeit, der globalen Abkühlung endlich auch öffentlich entgegenzutreten! Die Welt scheint schlussendlich vereint, mit gebündelten Kräften gegen die globale Abkühlung zu kämpfen, Sackerlot!

Diese Reklame erhält plötzlich eine völlig neue Bedeutung, Sackerlot.

Vergeltungsaktionen der vereinten Industriemächte befürchtend,

Dr. Waldemar Drechsler

Kategorien: Aktuelles, Dr. Waldemar Drechsler gibt sich die Ehre

Bieten auch Sie Flüchtlingen ein Zuhause, Potzblitz!

Hochgeehrte Damen und Herren!

Europäische Politiker tappen bis zum heut’gen Tage im Dunkeln, wie die gegenwärtige Flüchtlingskrise zu bewältigen ist, wobei die Lösung doch so unglaublich simpel zu sein scheint: redliche Privatpersonen nehmen den Rat des unsrigen Pontifex endlich zu Herzen & schaffen Wohnraum für die Asylbewerber, Sackerlot! Nicht nur Kirchengemeinden sind in die Pflicht genommen, nein, ein jeder ist es! Lassen Sie mich nun aber vermuten, geschätzter Leser, dass Ihnen gänzlich unbekannt, wie dies zu verwirklichen ist, gell? Nun denn, so scheint es in höchstem Masse obligat, den meinigen Text mit Interesse weiterzulesen.

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Als redlicher Christenmensch war es mir selbstverständlich eine grosse Freude, dem papalen Wunsche unverzüglich nachzukommen & meinen Keller den einst Heimatlosen zur Verfügung zu stellen, sie gar unter meinem Hause arbeiten zu lassen, Potzferikel! Nicht eine, sondern ganze vierundsechzig Flüchtlingsfamilien fanden Platz! Die Kinderchen schrauben in meinem knorken, schalldichten Keller unter der Aufsicht mehrerer befreundeter Senioren töfte Klugschnurlostelephone Marke „Apfel“ für den Einzelhandel zusammen, die Weiber verrichten unter meiner Beobachtung die häuslichen Dienste und die Männer fanden allesamt bei „Dr. Drechslers Indische Taxen“ eine Arbeitsstelle als Fahrer. Wie schön, dass die syrischen Herrschaften den restlichen Mitarbeitern aus Indien sehr ähnlich sehen – so haben Ressentiments in diesem Dr. Drechsler’schen Unternehmen nicht den Hauch einer Chance, Sackerdei. Sie bemerken, wertester Leser, dass mit etwas Anstrengung sowie christlichem Geschäftssinn ein jedes Hindernis zur Zufriedenheit aller Protagonisten überwunden werden kann, nehmen Sie sich getrost ein Beispiel an mir. Ky­rie elei­son!

Von Nächstenliebe erfüllt,

Dr. Waldemar Drechsler

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