Zur Weltpolitik

Der Huawei

»Ich finde es ja sehr gut, daß man diesen Menschen jetzt aus unserem Internet ausschließt!«
»Wen?«
»Na diesen Huawei!«
»Ach, den schließt man jetzt aus?«
»Ja, oder er darf, genauer gesagt, unser Internet nicht mehr aufbauen. Liest man. Auch der Trump ist angeblich wütend auf den.«
»Was, sogar der Trump? Ich meine, ich finde das ja auch nötig, dieser Schritt war längst überfällig. Aber daß den selbst der Trump kennt, hätte ich nun nicht gedacht. War der bei dem auch schon im Internet?«
»Ja, offenbar.«
»Da tut mir dieser Trump aber direkt leid. Bei mir war der ja auch schon drin!«
»Wirklich?«
»Ja, natürlich. Bei allen bei uns im Haus war der da schon drin. Der hat ja bei fast allen dieses schnurlose Internet installiert, weil sich sonst keiner auskennt. Da hat sich der natürlich gleich das Passwort aufgeschrieben und schwupps – war er drin.«
»Das darf doch nicht wahr sein!«
»Wir hätten das ja eigentlich gar nicht gemerkt. Aber der Herr Müller aus dem zweiten Stock ist irgendwann auf Fotos von der Frau Orlandoni auf so Seiten gestoßen, die sie da sicher nicht selbst heraufgeladen hatte. Da kam es dann auf, daß der bei uns allen herumgeschnüffelt hat.«
»Das ist ja allerhand!«
»Und deshalb finde ich es auch sehr gut, daß man ihn vom Rest von Deutschland fernhält.«
»Genau. Ich denke mir sowieso: Was muss der sich da von China aus an unserem Internet zu schaffen machen?«
»Aus China?«
»Ja, da kommt der Huawei doch her.«
»Der wer?«
»Na der Huawei. Von dem reden wir doch die ganze Zeit. Der bei Ihnen im Internet geschnüffelt hat«
»Ach je, dann meinen wir vielleicht einen anderen. Bei uns war das der Huber. Der ist bei uns Hausmeister. Der ist aber nicht aus China, sondern aus Wunsiedel.«

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Weisheit zum Montag

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Andere Zeiten, andere Böller

Heutzutage scheint man das Knallern im urbanen Raum ja nachgerade als erstes Bürgerrecht zu erachten. Früher zog der Deutsche es vor, völlig selbstlos für seine Nachbarn bunte Feuerwerke zu veranstalten. Der Katzenjammer hub dereinst erst an, als die Böller schließlich auch über den heimischen Städten herniedergingen. Wie sich die Zeiten doch ändern.

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Pflege – endlich auch maschinell

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Ökologische Selbstvernichtung

Was der gemeine Öko-Winsler gerne vergisst: Auch der laufende Betrieb der Natur verbraucht eine ganze Menge Energie. Man denke nur an die Gezeiten oder die permanente Kühlung der Polkappen – das alles kostet doch gewiss ein Heidengeld. Wofür man unbedingt diese permanente Rotation der Erdachse benötigt, frage zumindest ich mich schon seit Jahren. Eine kostengünstige (da drehungsfreie) Erdenscheibereichte schließlich jahrhundertelang völlig aus. Was nur beweist: auch wissenschaftlich verifizierbare Fakten sind teuer. Umso bemerkenswerter, daß inzwischen aufwändige Evolutionsbemühungen permanent schier ad absurdum geführt werden – allenthalben übernimmt der Halbaffe die Macht.
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Noch preiswerter würde es übrigens, wenn die besagten Primaten einen Atomkrieg auslösten. Zwar ist eine solche Unternehmung auch nicht ganz billig, immerhin besteht aber eine gute Chance, daß hernach der überaus gravierende Kostenfaktor „Mensch“ gänzlich entfällt. Bei gradueller Abschaltung der Natur hingegen wären noch einige Jahrhunderte kostenintensiver Lebensfortbetreibung erforderlich. Noch weitaus kostengünstiger wäre indes ein Armageddon durch einen massiven Anstieg des Meeresspiegels. Unsere sterblichen Überreste würden sich, kombiniert mit anderen Sedimenten, im Laufe der Jahrtausende zunächst zu Faulschlamm und schließlich zu Erdöl verdichten, welches dann wiederum als Kraftstoff für die Automobile der Insektoiden- Zivilisation dienen könnte, die uns vermutlich nachfolgt.

Damit wäre dann selbst die Menschheit endlich hochprofitabel. Es lebe die Marktwirtschaft!

 

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Wahl-O-Mat

Nachdem dieser Unsinn ja heutzutage offenbar zum guten Ton gehört, habe auch ich einmal diesen Wahl-Automaten angeworfen. Das Ergebnis indes nimmt sich so wenig überraschend wie erfreulich aus. Hurra!

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Frisur-Vorbild Nordkorea

Werte Leser,

abermals kann man nur voll des Neides gen Nordkorea blicken:

Diktator verordnet Haarschnitt-Zwang. Nordkoreaner müssen jetzt Kim Jong Uns Frisur tragen

Wie schon sein Herr Vater, so lässt auch Herr Jong-Un zunehmend die Züge eines weisen Staatsmannes erkennen. Und ein solcher weiß sehr genau: man muss die Fäulnis an der Wurzel bekämpfen, sonst breitet sie sich aus wie Haarschuppen. Nur naive Idealisten würden auf ein vernünftiges Bruttosozialprodukt hoffen, lässt man dem Haarwuchs einfach freien Lauf. Irgendwann werden diese nämlich so lang, dass sie ins Sichtfeld hängen und somit den Blick auf das Wesentliche verstellen. Der dergestalt in seinem Sichtfeld eingeschränkte Jungmann wird schließlich und endlich jedwede Erwerbstätigkeit vermeiden und sich dem Gammlertum widmen, welches bekanntermaßen sogar noch weitaus pomadiger von der Hand geht, wenn die Zotteln erst auf Halbmast hängen. Pfui Deibel!

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Ja bitte!

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Nein Danke!

Herr Jong-Un indes hat ganz richtig verstanden, was auch hierzulande an sich dem althergebrachten Wissensschatze angehört. Schon mein Ausbilder beim redlichen Militär – der gute Rittmeister Prügelpeitsch – pflegte stets zu sagen: „Schert man im Nacken erst das Haar, pariert der Rekrut ganz wunderbar.“ Das, werte Brettbesucher, ist deutsche Leikultur, wie sie sein sollte. Nur wurde diese von gammligen Sozen und – noch weitaus schlimmer – von ökologischen Sozialschmarozern inzwischen vollständig ausgehöhlt.

Ich fordere daher ultimativ:

  • Frisuren nach Kaiser-Wilhelm- oder Kim-Jong-Un-Vorbild für die Jugend
  • Verstärkter kultureller Austausch mit Nordkorea
  • Durchführung von Frisur-Kontrollen an allen Universitäten
  • Umschulung von erfahrenen Schäfern zu Jungmannen-Scherern

Nur auf diesem Wege, werte Damen und Herren, kann unser Vaterland wieder den Platz an der Sonne erlangen – und eine Luftige Frisur ist da kein Hindernis; wofür gibt es schließlich Pickelhauben?

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Die Kotau-Katharsis

Was soll nur wieder die ganze Aufregung? Die Regierung stellte doch lediglich fest, dass das Parlament etwas festgestellt habe, was man vollends unterstütze (also das Gesagte an sich, nicht etwa den tatsächlichen Inhalt des Gesagten, welchen man nicht als verbindlich erachte). Es darf in diesem Land also Gottlob noch immer alles gesagt werden, solange der Inhalt dem Sagen an sich nicht auf übermäßig lästige Weise im Wege steht. Kurzum: ein entschlossenes Bekenntnis zur Worthülse, für das wir unserer Regierung dankbar sein sollten. Schließlich ermöglicht erst der trübe Schleier des Ungefähren ein nicht über die Gebühr verbindliches Alltagsgespräch über sonst nur allzu unerfreuliche Geschichtsthemen.

So zumindest meine Meinung. Aber nageln Sie mich bitte nicht darauf fest.

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Britannien und der Austritt aus dem heiligen Römischen Reich Deutscher Nation

Werte Heimseitenbesucher,

sicherlich werde einige von Ihnen durch die obskure Debatte über den „Britannienaustritt“
verunsichert worden sein – indes seien Sie versichert, das es sich hierbei um einen Kokolores
und Schabernack handelt, der niemanden weiter verunsichern sollte. König Georg und seine Mannen
haben 1918 im großen Krieg verloren und sind damit fester Bestandteil des heiligen Römischen Reiches
Deutscher Nationen geworden, sapperlot. Ein Austritt, so drollig der Gedanke auch sein mag, ist damit
ohne ausdrückliche Zustimmung unseres Kaisers gar nicht möglich, potztausend!

Redlichst
Bodo von Klotz, Konteradmiral a.D.

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Austria am Scheideweg – eine Wahlanalyse

Werte Damen und Herren,

Gewiss ist Ihnen hinlänglich bekannt, dass sich eine allzu profunde Auseinandersetzung mit den ausgemachten Niederungen der sogenannten „Tagespolitik“ für einen Herrn von Stande schlichtweg nicht geziemt; als Aristokrat hat man in dynastischen Linien zu denken und zu agieren.

Allerdings scheint diese Wahl in unserem Nachbarlande derzeit einige Aufregung zu verursachen. Sie können also auf einen Kommentar meinerseits ganz zweifellos nicht verzichten – schließlich müssen Sie ja wissen, was Sie denken sollen.

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Ich habe mich also – zähneknirschend – einmal ansatzweise schlau gemacht: Dieser Herr Hofer gedenkt offenbar, wie man munkelt, die bereits vor dem schändlichen Untergange des K&K-Reiches intakte Reisefreiheit von Wien bis ins ferne Galizien zu restaurieren und auch den darbenden Südtiroler aus seiner Jahrzehnte währenden Diaspora zu erlösen, ist also, bei näherer Betrachtung, ein (wie man so schön sagt) „überzeugter Europäer“. Somit also ein sogenannter Wolf im Schafspelz. Denn trotz seiner pseudo-monarchistischen Rhetorik geht es ihm – wie bekanntermaßen dem gesamten EU-Pack – ganz hauptsächlich darum, uns die Glühbirnen und Staubsauger zu verbieten. Er ist also nichts weiter als ein garstiger Despot, wie ich nicht umhinkomme, messerscharf zu konstatieren.

Ein solcher Mensch darf indes unter keinen Umständen die Macht im Alpenlande an sich reißen. Die politischen Wechselwirkungen wären unüberschaubar, vermutlich aber fatal. Bedenken Sie, dass der deutsche „Kanzler“, ein Thermodynamiker mit einer Schwäche für Braunkohle, seine politischen Unzulänglichkeiten mit besonderer Vorliebe mit der Hilfe von Despoten maskiert. Gewinnt Herr Hofer die Wahl, so wird er alsbald zum wichtigen Partner des Herrn Merkel avancieren, der sich sodann noch weitere 1000 Jahre an der Macht hält. Die Rückkehr des Kaisers können wir in diesem Falle selbstverständlich vergessen.

Ich sage: wer den Kaiser liebt, der wählt diesen von der Belle (Obschon es sich wohl allenfalls um einen Abkömmling des niedersten Dienstadels handeln kann).

Verstanden?

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