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Alarm im Kopfhotel! Folge 732

Alarm im Kopfhotel Hartlaub 
Folge 732: Bogie-Woogie

Was bisher geschah: Herr Schlumpumber und der Syrische Kaufmann Nuc-Nuc haben Ihre Liebe zum Boogie-Woogie entdeckt und musizieren im Oberstübchen auf einer elektrischen Harfe. Dies jedoch stört den Professor Rattermann, der in Zimmer 17 lebt und in seiner Freizeit absonderliche Briefmarken zählt. Es kommt zum Eklat und Herr Hartlaub wird telepathisch dazu gerufen, gerade als er in der „Hier-Welt“ in den Bus steigen will. Sofort verfällt er in tiefe Meditation und eilt in sein eigenes Hirn, um die Lage zu klären.

Herr Schlumpumber: Boogie Boogie! Woogie Woogie!

Syrischer Kaufmann: Nuc-Nuc!

Professor Rattermann: 1.5252 absonderliche Marken, 1.5….beim Jupiter, schon wieder verzählt! Meine Herren, ich muß insistieren! Beenden Sie den Woogie ohne zu säumen!

Herr Schlumpumber: He ho, he ho, der Boogie und der Woogie….

Syrischer Kaufmann: Nuhuuuc! Nuc-Nuc!

Herr Schlumpumber: …die machen uns das Leben froh!

Professor Rattermann: Absonderliche Musik noch VOR absonderlichen Marken? Ein Konzept, das lächerlicher kaum sein kann! Herr Hartlaub zu hülf, zu hülf!

In diesem Moment materialisiert sich Herr Hartlaub, der sich das Spielchen vor seinem geistigen Auge lange genug angesehen hat. Er trägt ein knallgelbes Hemd, eine Hose mit Schlag und hat sich ein ganzes Kilo Gänseschmalz in die Haare gerieben, die er nun zu einer verwegenen Tolle gedreht hat. Er ist der KÖNIG des Boogie-Woogie und damit schulden Herr Schlumpumber und Herr Nuc-Nuc ihm absoluten Gehorsam!

Herr Hartlaub: Ruhe nun, ihr Schergen der Harfe! Wer das Schmalz trägt, der befiehlt!

Herr Schlumpumber und Herr Nuc-Nuc im Chor: Der König,.oh Graus! Ach ist alles nun vergebens?

Professor Rattermann, in frenetischem lachen: Haha, und angemeiert, die Marke, die Macht der Marke, wie es so schön heißt, nun hat’s ein Ende mit dem Boogie und dem Woogie!

Herr Hartlaub, versöhnlich: Haltet ein! Der Boogie UND absonderliche Marke – beides ist von Nöten, damit das Universum weiter links dreht! Werdet nun Zeuge, wie ich den kataklystischen Harmonisator zum Einsatz bringe!

Mit großem Geknatter springt der Harmonisator an und Herr Hartlaub schwingt das Gerät über der elektrischen Harfe. Da setzt eine wunderbare Verwandlung ein. Wann immer man auf der Harfe den Boogie-Woogie spielt, produziert diese statt Töne nur noch Briefmarken, die an Absonderlichkeit nicht zu übertreffen sind.

Professor Rattermann: Welch Freude, welch Freude! Spielt ihr Troubadoure spielt!

Herr Schlumpumber: Wir hauen in die Saiten!

Syrischer Kaufmann: Nuc-Boogie, hoho! Nuc!

Professor Rattermann: Eine absonderliche Marke, zwei absonderliche Marken, drei absonderliche Marken….

Herr Hartlaub aber betrachtet still die Szenerie, bis ein Lächeln über sein Gesicht huscht. Dann empfiehlt er sich diskret, um wieder in die Welt außerhalb seines Kopfes zu schänneln.

In der Hier-Welt hat sich indes eine lange Schlange hinter Herrn Hartlaub gebildet, der seit 10 Minuten den Einstieg des Linienbusses blockiert. Ohne Unterlass hat er dabei in das Gesicht des schimpfenden Fahrers geschaut, ohne mit der Wimper zu zucken. Nun jedoch reißt er die Arme zum Himmel, dass das Volk erschrocken zurückweicht und ruft laut „Boogie-Woogie, meine Herren!“

Eine Grandezza, wie sie wohl nur dem König des Boogie-Woogie zu eigen sein kann!

Werter Leser, schalten Sie auch nächste Woche wieder Ihren Kopffunk ein, wenn es heißt: „Alarm im Kopfhotel Hartlaub!“

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Kategorien: Aktuelles, Dem kosmischen Rauschen lauschen, Klassiker

Ein Robotor wollte mich totschlagen!

Werte Herren,

wie Sie wissen, bin ich mir schon lange darüber im klaren, dass es sich bei meinem Nachbarn Krawullke um einen getarnten Robotoren handelt, der nur zur Täuschung die Identität eines Bauarbeiters angenommen hat und vorgibt, in der Nachtschicht des Straßenbaus zu arbeiten.

krawullke

Mein Nachbar Herr Krawullke. Schon mehrmals hat er mir Gewalt angedroht.

Ich habe es mir daher zur Aufgabe gemacht, tagsüber seinen Batterie-Aufladezyklus zu stören, um ihn damit seiner Kräfte zu berauben. Gestern hätte dies beinahe mein Leben gekostet, als ich ihn wiederholt aus der Telefonzelle vor seinem Haus angerufen habe.

Krawulke geht an den Hörer: „Was ist denn?“

Ich: „Miau, miau!“

Krawullke knallt den Hörer auf die Gabel. 5 Minuten später:

Krawullke: „HALLO? WAS IST?“

Ich: “La-la-la, gar niemand da!“

Krawullke: „WOLLEN SIE MICH VERARSCHEN ODER WAS?“

Ich: „Ich bin nur ein harmloses Haustier, Wau-Wau!“

Krawullke flucht und hängt auf. 10 Minuten später:

Krawullke:“Wenn ich rausbekomme wer du Spinner bist, dann mach ich dich platt!

Ich: “Veronica, der Lenz ist da, der Waldemar singt trallala…“

Krawullke: „HARTLAUB, SIND SIE DAS WIEDER SIE SPINNER??“

Ich: “Nein ich bin es nicht, ich bin ein Laubfrosch, Quack, Quack!! Oh, moment ich muss gerade Geld nachwerfen, bitte bleiben Sie kurz dran…“

In diesem Moment starrt Herr Krawullke aus dem Fenster und genau in die Telefonzelle. Ich machte sofort eindeutige Zeichen, dass ich es NICHT bin der ihn da gerade anruft -aber sein teuflisches Robotorengehirn durchschaut meinen Trick!

„ICH DREH DIR JETZT DEN HALS UM DU SPINNER, ICH MACH DICH ALLE!“

Ich bin dann ganz schnell aus der Telefonzelle gelaufen und habe mich hinter einem Gebüsch versteckt. Herr Krawullke kam mit hochrotem Kopf aus dem Haus und hat überall gesucht, ich hatte furchtbare Angst. Nach einer Stunde etwa hatte er genug und ist nach Hause gegangen, weil er ja vor der harten Nachtschicht seine Batterien laden muss.

Ich hatte zum Glück noch etwas Kleingeld und hab dann wieder klingeln lassen, bis er dran ging.

Krawullke, sehr ermattet: „ja…was ist denn? In Himmels Namen… lassen Sie mich doch schlafen Mann, ich muss gleich zur Schicht….“

Ich: „Ja hallo Herr Krawullke, hier ist der Laubfrosch von vorhin, Quack Quack, wir wurden wohl irgendwie getrennt“

Dabei winkte ich ihm freundlich aus der Telefonzelle zu und trieb dieses Spiel auch bis zu seinem Schichtbeginn, wobei er noch dreimal vorher raus gelaufen kam – einmal sogar mit einem Bleirohr in der Hand, mit dem er mich totschlagen wollte.

Ich vermute, der Roboter wird heute Nacht einfach „stehen bleiben“, so fertig hat er ausgesehen, als er dann endlich zur Arbeit ging. Wie schön.

Ich kann wirklich stolz sein.

Ganz herzlich
Waldemar

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