Monatsarchiv: Januar 2015

Hรถhepunkte Deutscher Fernsehunterhaltung

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

geschรคtzte Zuseher,

erst vor kurzem wurde mit der Fernsehschau โ€žWetten dassโ€ฆ?โ€œ die letzte groรŸe Unterhaltungssendung der deutschen Fernsehlandschaft zu Grabe getragen. Mit ihr starb die althergebrachte Tradition, die dereinst den ganzen Familienverband am Samstagabend vor dem Fernseher oder Volksempfรคnger versammelte, wo man in trauter Einmรผtigkeit den Worten groรŸer Unterhaltungskรผnstler lauschte, welche unser Heimatland ganz zweifellos in groรŸer Zahl hervorgebracht hat. Man kรถnnte durchaus behaupten, Deutschland sei nachgerade das Mutterland der leichtsinnigen Unterhaltung.

Immerhin lรคsst sich konstatieren, dass die verbindende Wirkung des Fernsehereignisses noch immer andauert. So scheint sich eine Naturdokumentation, in der man verlauste Primaten im Dschungel auswildert und sodann ihren schwierigen Akklimatisierungsprozess mit der Kamera begleitet groรŸer Beliebtheit zu erfreuen.

Doch sei es wie es will. Wenn es etwas gibt, auf das alle hochbetagten Menschen sich einigen kรถnnen, so ist es, dass nichts mehr ist, wie es einmal war. Es erscheint mir also durchaus angebracht, Ihnen einmal eine ganz persรถnliche Rรผckschau auf einige GroรŸereignisse aus 144 Jahren deutscher Fernsehunterhaltung zu bieten, wie ich mich an sie erinnere. Den jeweiligen Unterhaltungswert will ich freilich nicht weiter kommentieren; es handelte sich allerdings samt und sonders um groรŸe Publikumserfolge. Und die Geschichte hat schlieรŸlich gezeigt: das deutsche Publikum verfรผgt รผber einen untrรผglichen Sinn fรผr qualitativ Hochwertiges!

Freilich kann diese, meine Auflistung keinerlei Anspruch auf chronologische Richtigkeit oder exakte Zuordenbarkeit bieten. In meinem hohen Alter kann man durchaus einmal etwas durcheinanderbringen. Ich bitte daher diesbezรผglich um Nachsicht.

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โ€žHotel Paradiesโ€œ

hindenburgโ€žEin Fall fรผr zwei“

erster-Weltkrieg2โ€žDer ganz normale Wahnsinnโ€œ

Berlin, Wahlversammlung der NSDAP im Sportpalast

โ€žMelodien fรผr Millionenโ€œ

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โ€žForsthaus Falkenauโ€œ

Aktstory_Bismarck_Schlachtschiffโ€žDas Traumschiffโ€œ

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โ€žDalli Dalliโ€œ

adโ€žDerrickโ€œ

ย  jahre-mauerbau-bnd โ€žHilfe, wir bauenโ€œ

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โ€žFernsehgarten“

ย mauerfall

โ€žDas kann ja heiter werdenโ€œ

Deutscher Bundestag, Berlin, Plenarsitzung.

โ€žEin Kessel Buntesโ€œ

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โ€žWie schlau ist Deutschland?โ€œ

Soweit also mein Parforceritt durch das Unterhaltungswesen. Nun, da ich sie meinem lรผckenhaften Erinnerungsvermรถgen entrissen und hier eingestellt habe, lรคsst sie mich in einer ambivalenten Stimmung zurรผck. Wie viele bewegte Stunden haben uns die genannten Schauen beschert? Oftmals fand die Heiterkeit kein Ende. Und noch viel hรคufiger erst gar keinen Anfang.

Sei es wie es will: ich, so denke ich, kann das Kapitel Fernsehen somit fรผr mich abschlieรŸen. Heutzutage stelle ich den Fernseher ohnehin nicht mehr ein. Nur noch Unsinn, Potztausend!

ย Ihrsig

Postscriptum: Sollten Sie, werte Leser, der Meinung sein, ich hรคtte eine substanzielle Sendung vergessen (trotz meines hochkomplizierten Schnupftuchknot-Erinnerungssystems), so zรถgen Sie nicht, es mich โ€“ auf welchem Weg auch immer โ€“ wissen zu lassen.

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Kategorien: Aktuelles

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