Zur Weltpolitik

Britannien und der Austritt aus dem heiligen Römischen Reich Deutscher Nation

Werte Heimseitenbesucher,

sicherlich werde einige von Ihnen durch die obskure Debatte über den „Britannienaustritt“
verunsichert worden sein – indes seien Sie versichert, das es sich hierbei um einen Kokolores
und Schabernack handelt, der niemanden weiter verunsichern sollte. König Georg und seine Mannen
haben 1918 im großen Krieg verloren und sind damit fester Bestandteil des heiligen Römischen Reiches
Deutscher Nationen geworden, sapperlot. Ein Austritt, so drollig der Gedanke auch sein mag, ist damit
ohne ausdrückliche Zustimmung unseres Kaisers gar nicht möglich, potztausend!

Redlichst
Bodo von Klotz, Konteradmiral a.D.

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Austria am Scheideweg – eine Wahlanalyse

Werte Damen und Herren,

Gewiss ist Ihnen hinlänglich bekannt, dass sich eine allzu profunde Auseinandersetzung mit den ausgemachten Niederungen der sogenannten „Tagespolitik“ für einen Herrn von Stande schlichtweg nicht geziemt; als Aristokrat hat man in dynastischen Linien zu denken und zu agieren.

Allerdings scheint diese Wahl in unserem Nachbarlande derzeit einige Aufregung zu verursachen. Sie können also auf einen Kommentar meinerseits ganz zweifellos nicht verzichten – schließlich müssen Sie ja wissen, was Sie denken sollen.

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Ich habe mich also – zähneknirschend – einmal ansatzweise schlau gemacht: Dieser Herr Hofer gedenkt offenbar, wie man munkelt, die bereits vor dem schändlichen Untergange des K&K-Reiches intakte Reisefreiheit von Wien bis ins ferne Galizien zu restaurieren und auch den darbenden Südtiroler aus seiner Jahrzehnte währenden Diaspora zu erlösen, ist also, bei näherer Betrachtung, ein (wie man so schön sagt) „überzeugter Europäer“. Somit also ein sogenannter Wolf im Schafspelz. Denn trotz seiner pseudo-monarchistischen Rhetorik geht es ihm – wie bekanntermaßen dem gesamten EU-Pack – ganz hauptsächlich darum, uns die Glühbirnen und Staubsauger zu verbieten. Er ist also nichts weiter als ein garstiger Despot, wie ich nicht umhinkomme, messerscharf zu konstatieren.

Ein solcher Mensch darf indes unter keinen Umständen die Macht im Alpenlande an sich reißen. Die politischen Wechselwirkungen wären unüberschaubar, vermutlich aber fatal. Bedenken Sie, dass der deutsche „Kanzler“, ein Thermodynamiker mit einer Schwäche für Braunkohle, seine politischen Unzulänglichkeiten mit besonderer Vorliebe mit der Hilfe von Despoten maskiert. Gewinnt Herr Hofer die Wahl, so wird er alsbald zum wichtigen Partner des Herrn Merkel avancieren, der sich sodann noch weitere 1000 Jahre an der Macht hält. Die Rückkehr des Kaisers können wir in diesem Falle selbstverständlich vergessen.

Ich sage: wer den Kaiser liebt, der wählt diesen von der Belle (Obschon es sich wohl allenfalls um einen Abkömmling des niedersten Dienstadels handeln kann).

Verstanden?

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Westerwelles dekadente Audio-Biographie

Ein Gastbeitrag von Herbert Kleinschmidt, Vorstand der Kleingartenanlage „Teutonia“

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Freitag, 18. April 2016: Während ich den Rasen vor meiner Laube gewissenhaft mit einem Präzessions-Lineal trimme, erreicht mich über meinen neuen UKW-Empfänger folgende Meldung: Guido Westerwelle ist gestorben.

Ein herber Verlust! Er hatte meinen tiefen Respekt erworben, weil er mit gutem Beispiel voranging: Allen Andersherum-Sexuellen hat er vorgelebt, dass man Humbug wie Adoptionsrechte beiseitelegen und sich stattdessen auf wichtige Dinge wie Steuererleichterungen konzentrieren sollte! Eine Leistung, wie sie nur noch Winfried Kretschmann übertroffen wird, der derzeit das verlotterte Grünenpack auf den redlichen Weg der Kehrwoche führt.

Als mir am Freitag vor Bestürzung Lineal und Nagelschere aus der Hand fielen, wusste ich sofort, dass ich nun über Guidos Nachlass wachen muss, denn eine Verklärung wäre hier brandgefährlich! Dazu habe ich in einem unermüdlichen Kraftakt seine Biographie verfasst.

Gott sei Dank war es mir seinerzeit vergönnt, in meiner Funktion als Leiter des Politik-Ressorts des Fachmagazins „Laub und Laube“ das Wirken Herrn Westerwelles zu begleiten. Dank eines neuartigen Diktiergerätes konnte ich die überzeugende Kraft seiner Worte sogar auf ein Magnetband bannen.

Daher kann ich nun ganz im westerwell‘schen Geiste handeln: Nach Jahrzehnten im Sozialstaat darf man nicht mehr erwarten, dass die dekadente Masse des Lesens mächtig ist – oder sich länger konzentrieren könnte, als so ein Filmchen bei MTV oder DuRohr dauert. Deshalb habe ich nun ein Hörbuch in zwei Teilen von jeweils knapp 3 Minuten Länge erstellt, dass man sich hier unentgeltlich nach unten laden kann. Für die Vertonung konnte ich die Darsteller des Laientheaters „Moosacher Dramttanten“ gewinnen.

Krawattenguido Teil 1

Krawattenguido Teil 2

Kategorien: Aktuelles, Nachruf, Zur Weltpolitik

Nachlese: Protestaktion gegen das JuZe

Wertes Blockpublikum,

gestern um 10 Uhr versammelten sich die redlichsten Mitglieder der RPD, also ich und Frau von Glasenapp, auf dem Oberndorfer Marktplatz, um abermals gegen das unsägliche JuZe (=Jugendzentrum) vorzugehen. Unsere tüchtige Praktikantin, Frl. Ritzenthal, hatte sogar ein löbliches Flugblatt gestaltet, in welchem wir unseren Standpunkt darlegten.
Nachdem ich bereits um 9 Uhr mit meinem gepflegten Opel Rekord am „Haus Sonnenschein“ vorfuhr, um Frau von Glasenapp mitsamt Gehwägelchen abzuholen und wir uns noch ein löbliches Glas Eierlikör gegönnt hatten, machten wir uns auf den Weg.
Das weibliche Geschlecht lässt sich ja bekanntermaßen von moderner Technik beeindrucken – Dementsprechend war Frau von Glasenapp äußerst angetan von meinem neuen Navigationssystem, welches mir Herr Biernot für lediglich 190 Euro gebaut hatte. (Hierbei handelt es sich um einen vergrößerten Landkartenausschnitt der Region Alpirsbach – Schenkenzell – Oberndorf, mit löblichem Holzrahmen, an meiner Windschutzscheibe angeleimt.) Sie bat mich, Herrn Biernot zu bitten, auch ihr Gehwägelchen mit einem solchem Gerät auszustatten.

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Ein Schandfleck – das JuZe

Wir fuhren also auf den Marktplatz ein, und um die Passanten nicht zu gefährden, warnte ich mit Warnblinkanlage und Hupsignal vor unserer Ankunft. Schon bald fanden wir einen günstigen Standort.
Allerdings rief das schon bald eine Ordnungswächterin auf den Plan, die mich des Missbrauchs der Warnblinkanlage und des Signalhorns bezichtigte und 40 Euro Bußgeld verlangte. Diesem Scheusal las ich gehörig die Leviten! Wie sich nämlich herausstellte, bewohnt sie eine eher bescheidene 2-Zimmer-Wohnung, deren Vermieter zufällig ein gewisser Walther Rübensahm ist… Umgehend teilte ich mit, dass ich ihre Miete um 200 Euro erhöhen würde!
Nachdem endlich Ruhe herrschte, ließ ich Frau von Glasenapp den Tapeziertisch und den Sonnenschirm aufbauen. Ich legte dann die Flugblätter aus und machte mich daran, per Flüstertüte lautstark unsere Thesen zu verkünden: „Weg mit dem JuZe – Her mit einem redlichen Seniorenzentrum! Weg mit der Jugend – Nur Senioren sind redlich! Weg mit Aldi und Lidl – Rübensahm hat die besten Angebote!“
Leider war uns mit unserer öffentlichen Protestaktion kein Erfolg beschieden. Lediglich zwei Passanten nahmen eines unserer Flugblätter mit auf ihren Weg. Weitere 86 beklagten den Lärmpegel und beschimpften uns. Der gegenübergelegene Gemüsehändler bewarf uns gar mit Tomaten! So brachen wir bereits um 12 Uhr die Aktion ab und kehrten stattdessen in die löbliche „Doppeleiche“ ein, wo wir ein gepflegtes Mahl zu uns nahmen.
Damit nicht die gesamte Veranstaltung ein Schlag ins Wasser würde, fuhren wir auf unserem Rückweg am JuZe vorbei und füllten den Briefkasten mit den benutzen Taschentüchern, die Fr. von Glasenapp noch in ihrer Manteltasche gefunden hatte.

Redlichst,
Ihr Walther Rübensahm

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Wahltag. Eine Nachbetrachtung

Wertes Wahlvolk,

ich persönlich pflege beim Urnengange schon seit Jahr und Tag exakt dieselbe Praxis: ich mache drei Kreuze und erwarte weiterhin sehnlichst die Rückkehr unseres geliebten Kaisers.

Freilich kommt man um eine Beobachtung des Ausganges dieser verzichtbaren Volksvergnügung nicht umhin. Ich muss schon sagen – die meiste Verwunderung bescherte mir der partiell durchaus recht durchschlagende Erfolg der grünen Hallodris.

Sieht man den unübersehbaren Tatsachen ganz nüchtern ins Auge, so hat diese Partei von unverbesserlichen Kaulquappen-Nummerieren doch ihre Daseinsberechtigung schon vor Jahren verloren. Schließlich ist die durchaus sinnvolle Disziplin der Mülltrennug schon längst in der deutschen Lebenswirklichkeit angekommen und jedermann bereits in Fleisch und Blut übergegangen.

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Mülltrennung – eine deutsche Kerndisziplin

Vor kurzem hat man gar ein Bakterium entdeckt, welches sich von Kunststoff und Plastik ernährt. Dergleichen war mir selbstredend schon intuitiv bewusst, weshalb ich meine Einkaufsbeutel schon seit Jahren im Walde entsorge, wo bekanntermaßen von Natur aus Unordnung herrscht und sich garstige Bazillen daher mannigfach tummeln.

Auch sonst leuchtet die korrekte Kehricht-Lese glasklar ein: Altbatterien gehören auf die Heide und dienen dort dem possierlichen Duracell-Häschen als Nahrung. Der ganze Rest wird im Klosett heruntergespült – so ist sichergestellt, dass die Atlantis-Meermenschen stets über ausreichendes Baumaterial für ihre Unterwasserhütten verfügen.

Die einzige Ausnahme von dieser Regel ist selbstverständlich der braune Biomüll – dieser kommt bekanntermaßen nach Sachsen-Anhalt, Potztausend!

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Es plätschert die Mühle am steinigen Bach

Diese Überfremdung ist schon in der Tat höchst beängstigend.

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Das Geheimnis der hermetischen Frisur

Werte Herrschaften,

ich muss schon sagen: die nachgerade überlegene geistige Klarheit des Herrn Trump hat mich zuletzt nachhaltig fasziniert. Dieser Mann weiß in der Tat sehr genau, welch immense Bedrohungen für Leib und Leben allüberall auf den vernünftigen Menschen lauern.

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Der Grund für seine überlegene Geisteskraft liegt selbstredend auf der Hand: seine beeindruckende Haarpracht funktioniert als äußerst effektiver Schutz gegen garstige Gedankenstrahlen (und neuerdings hochgefährliche Gravitationswellen). 

Auch ich werde mich fürderhin ausschließlich hermetisch frisieren.

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Forderungen für das neue Jahr

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Auf furiose Art und Weise, sozusagen gleich einem Irrwisch, melde ich mich aus dem Weihnachtsurlaube zurück und fordere ultimativ das Folgende:

– Obergrenze für Ausländer
– Unter(Hirn)Grenze für Inländer
– Untergang des Abendlandes
– Sofortige Rückkehr des Kaisers
– Wiederauferstehung des Abendlandes (aus möglichst wenigen Ruinen)
– Diese italienischen Schnittchen (Tramazini?)
– Und vieles mehr

Bitte nehmen Sie dies (und mich) umgehend zur Kenntnis!

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Transparenz und Neuanfang

Werte Herrschaften,

ich darf an dieser Stelle nunmehr offiziell verkünden, was die Luftratten ohnehin schon allenthalben von den Dächern pfeifen:

Mit sofortiger Wirkung werde ich die vakante Stelle im Fußlümmel-Weltverband übernehmen. Und ich versichere Ihnen: ich stehe für nichts weniger als einen rigorosen Neuanfang!

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Meine erste Amtshandlung: die unter äußerst dubiosen Umständen (das heißt: ohne meine Beteiligung) zustande gekommene Vergabe der Balltreter-Weltmeisterschaft 1922 an die Scheichs aus Katarrh wird mit sofortiger Wirkung annulliert!
Es ist doch nachgerade hanebüchen, bei solch einer Hitze auf einem Rasen (oder wo auch immer dieses unsinnige Spiel ausgetragen wird) herumzulaufen.

Ich darf weiterhin freudig verkünden, dass das schöne Nordkorea stattdessen den Zuschlag erhält. Dort herrscht nämlich stets schönes Wetter (und wenn nicht, dann wird es vom Lieben Führer gezwungen).

Was ich dafür erhalten habe? Selbstverständlich eine ganze Menge Geld! Da sehen Sie sogleich, dass ich in Punkto Transparenz keineswegs zu viel versprochen habe.

Mögen die Spiele also beginnen, oder wie auch immer man zu so einem Anlass sagt.

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Austerität für die Massen

Werte Damen und Herren,

nun gehört uns also Griechenland. Wie schön. Ist es nicht ein Faszinosum an dieser modernen Zeit, dass man nicht einmal mehr einmarschieren muss, um die Völker Europas mit den Segnungen deutscher Leitkultur zu beglücken? Nein, heutzutage genügt ein wackerer germanischer Feldherr in seinem stolzen Streitwagen, in dem man ihm an den runden Verhandlungstisch schiebt. Dort findet man sodann eine ganz friedliche Lösung zur Kapitulation.

Und erfüllt es uns nicht allesamt mit tiefer Befriedigung, dass nach dem letzten Jahrhundert, das voller Irrungen und Wirrungen war, der deutsche Gedanke, der „germanische Geist“ doch schlussendlich gesiegt hat? „Germanischer Geist ist der Geist der Freiheit“, sagte dies nicht Hegel schon so treffend? Und damit meint er nicht die Freiheit des Pöbels, bei jeder Bagatelle mitzureden. Brüstet sich nicht der Grieche damit, die Demokratie quasi erfunden zu haben? Nun, ihm wurde zuletzt nochmals die mangelnde Tragfähigkeit seiner angeblich so epochalen Errungenschaft auf Eindrucksvollste demonstriert. Da sollte er lieber auf seinen ureigenen Platon hören; dieser propagierte schon damals in geradezu prophetischer Weitsicht die Herrschaft der Besten über den minderbemittelten Rest. Ein Zustand, den wir in Deutschland heutzutage mehr oder minder erreicht haben. Es fehlt eigentlich nur noch der Kaiser.

Da dachte der Grieche doch tatsächlich, er könne einen Staat machen, ohne ihn auch bezahlen zu können; eine ausgesprochen naive Vorstellung. Nicht auszudenken, wenn das jeder täte. Nun jedenfalls muss man in Hellas den Gürtel enger schnallen und Buße tun für die Verfehlungen der Vergangenheit. „Austerität“, altgriechisch für „Entbehrung“ oder „Sparsamkeit“, lautet nunmehr die Devise, und wer wäre besser geeignet, diese Art der Buße zu überwachen, als wir? Sind wir nicht selbst die Bußmeister Europas, geübt in jeder erdenklichen Art der Selbstkasteiung?

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Nun, wie dem auch sei. Ich habe mir jedenfalls bereits die Akropolis gesichert und beabsichtige dort einen gemütlichen Biergarten zu eröffnen. Eine perfekte Verschmelzung antiker und germanischer Kultur, möchte man meinen. Akzeptiert werden selbstverständlich ausschließlich Euros. Das hält die Einheimischen auf Distanz. Ich darf Sie schon jetzt ganz herzlich zur feierlichen Eröffnung einladen. Das Motto wird lauten: „Austerität hautnah erleben“. Die Speisen sind selbstredend vom Feinsten. Wir sparen uns sozusagen die „ität“ und begnügen uns mit der Auster. Aber bitte mit Ketschap, gell.

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