Diabolisches

Bargeldloses Bezahlen – Untergang des Abendlandes!

Werte Damen und Herren,

man will also tatsรคchlich das Bargeld abschaffen?
Welch ausgemachter Hohn! Und auรŸerdem, etwas prรคziser, ein weiterer subversiver Versuch der angelsรคchsisierung unserer schรถnen, germanischen Welt.

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Bargeldloses Zahlen ist schlieรŸlich schon intuitiv verkehrt: wer nicht jeden Reichspfennig genau abzรคhlt, bevor er ihn auf der Kassentheke platziert, der ganz eindeutig jede Kontrolle รผber seine Finanzen – und damit รผber sein Leben – verloren.

Ich jedenfalls trage meine sorgsam abgezรคhlten Barschaften stets im dem รผber Generationen vererbten Guldenbeutel eines Urahns Dagobald-Maria von Friedel bei mir.

Ein weiterer, nachgerade unschรคtzbarer Vorteil dieser Praxis: unternimmt in der Kassenschlage vor mir einer dieser Modernisten-Hallodris den Versuch, seine Rechnung mit seiner Eurocheque-Karte zu begleichen, so kann ich ihn mittels eines beherzten Guldenbeutel-Schwingers kurzerhand totschlagen.

Kategorien: Aktuelles, Diabolisches

Diabolischen Antรคnzer zu Fall gebracht

Werte Heimseitenbesucher,

manch einem steht der Haderlump ins Gesicht geschrieben und ohne jeden
Zweifel ist ein gut informierter Herr wie ich stets in der Lage, einen dreisten Gauner
bereits im Ansatz als einen solchen zu enttarnen, sapperlot.

So geschehen heute in der Bรคckerei Pfannkucher, in der ich ein Gesprรคch zwischen
Frau Sobottke, der Inhaberin des Tanzschule Sobottke, und einem unbekannten
Herrn verfolgen konnte, der sich in dem Gesprรคch um eine Stelle als โ€žAntรคnzerโ€œ
bewarb. Ein Antรคnzer indes, ist ein trickreich beschwingter Taschendieb vor dem
Kรถlner Hauptbahnhof, wie ich aus den Gazetten der letzten Tage lernen durfte,
Potztausend!

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Sogenannte „Antรคnzer“

Da hier also akute Gefahr im Verzug war, bewies ich abermals Geistesgegenwart und tรคuschte SELBER mit einem frรถhlichen Lachen auf den Lippen einen plรถtzlichen

Anfall von unkontrollierter Tanzeswut vor. Schwungvoll und immer schwungvoller drehte
ich mich um den Stehtisch, packte diesen endlich, lieรŸ ihn sodann zentrifugal abheben und
um mich kreisen um ihn dann schlieรŸlich – mit einem frรถhlichen โ€žJucheโ€œ und dem schweren,
eisernen FuรŸteil voran โ€“ mit im Rheinland so genannten โ€žSchmackesโ€œ gegen die Kniescheiben
des Hallodris zu schleudern.

Es knackte sogleich, laut und herzhaft – und verkรผndete glasklar: die Tanzkarriere dieses Herrn
wรผrde erst einmal auf unbestimmte Zeit beendet sein, harhar!

Nur meiner lauten, an der tosenden See erprobten Kommandostimme war es zu verdanken,
dass ich das nun einsetzende Wehklagen und Geschrei noch รผbertรถnen konnte, indem
ich, ganz Kavalier der alten Schule, meine Mรผtze abnahm, vor Frau Sobottke einen leichten
Diener andeutete und sie mit einem Augenzwinkern lautstark wissen lieรŸ: โ€žIch tat es fรผr Sie
Madame, fรผr Sie, NICHT jedoch fรผr die Stadt Kรถln, sapperlot!โ€œ

Danach verlieรŸ ich die Bรคckerei ohne mich auch nur einmal umzudrehen โ€“ jedoch mit dem guten
Gewissen, durch meinen Einsatz ein weiteres mal eine schwere Straftat, am Ende gar eine Gewalttat,
vereitelt zu haben. Wie schรถn, sapperlot!

Redlichst
Bodo von Klotz, Konteradmiral a.D.

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Moderne Verirrungen fรคkaler Natur

Werte Herrschaften,

Ist es nicht nicht so, dass sich der รคuรŸerst verwirrende Charakter moderner GroรŸeinkaufstempel besonders exemplarisch anhand ganz elementarer Dinge, wie beispielsweise der Verrichtung unausweichlicher Bedรผrfnisse aufzeigen lรคsst?

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Ein sogenannter „Donnerbalken“ – eigentlich eine klare Sache

Insbesondere, wenn man ein sogenanntes „Gartenzentrum“ besucht und darob eher ein Klosett im Landhausstil (sprich: einen Donnerbalken) erwartet, man aber erst nach dem Platznehmen (und an der steten Vorwรคrtsbewegung, sowie den kreischenden Mitkunden) bemerkt, dass es sich vielmehr um das Gelรคnder einer seltsamen, schnurgeraden Fahrtreppe handelt, unter welches man die Eimer lediglich als Kรถder fรผr kurzentschlossene Impulskรคufer platziert hat. Mich deshalb der Verrichtung einer „รถffentlichen Notdurft“ zu bezichtigen, ist doch nachgerade hanebรผchen, Potztausend!

Kategorien: Diabolisches

Die Jugend – einmal mehr!

Werte Damen und Herren,

Diese Jugend! WeiรŸ nichts, kann nichts, leistet noch nicht einmal mehr Wehrdienst und wird sodann ganz folgerichtig andersherumsechsuell. Kurzum: diese Generation ist zu nichts zu gebrauchen und denkt nur an sich, was sich trefflich an dem sogenannten โ€žPflegenotstandโ€œ illustrieren lรคsst. Da wird stets gejammert und gegreint, man kรถnne in solchen Berufen โ€žeinfach nicht genug verdienenโ€œ.

Feurio! Da wird nicht nur ganz unverhohlen der Generationenvertrag gebrochen, nein, es kommt somit zudem eine moralische Verderbtheit zutage, die ihresgleichen suchen kann, aber niemals finden wird.
Haben wir in unserer Jugend nach Aufwandsentschรคdigung und Vergรผtung gefragt, als wir uns fรผr die รคltere Generation aufopferten? Aber keineswegs, verfรผgten wir doch noch รผber Anstand und einen fest in uns verankerten (ja โ€“ hineingeprรผgelten) moralischen Kompass!

Ich beispielsweise hรคtte fรผr meine Erbtante Gretel alles gegeben โ€“ sogar eine Niere. Was ich denn schlieรŸlich sogar tat. Ich entsinne mich noch trefflich an ihr die Rรผhrung in Ihrem ehrwรผrdigen Antlitz, als sie mir mit schwacher Stimme zuraunte: โ€žAber Jessal (so nannte man mich in meiner Jugend im engsten Familienkreise) ich brauche doch gar keine Niere.โ€œ Noch heute schieรŸen mir umgehend Trรคnen der Rรผhrung in die Augen, denke ich an die schier unglaubliche Bescheidenheit dieser sicherlich schwerkranken Frau.

Doch selbstverstรคndlich lieรŸ ich mich davon nicht beirren. In meinem jugendlichen Eifer hatte ich mir die besagte Niere nรคmlich bereits im Vorfeld meines Besuches von einem Barbier, der auch als Pferdedoktor arbeitete entfernen lassen. Ich wollte der geliebten Tante eine รœberraschung bereiten.

So kam es leider zu jenem bedauerlichen Unfall. Als die Tante sich nรคmlich unerwarteterweise erhob, um nach der noch auf meiner Tischseite befindlichen Zuckerdose zu greifen, hatte ich die Niere bereits aus ihrem Behรคltnis genommen und ihr zugeworfen. Das leider noch gefrorene Organ traf die arme Tante mit einiger Wucht an der Schlรคfe. Sie verstarb noch in dem Moment. Der Fluch der guten Tat, mรถchte man sagen.

Und so, werte Damen und Herren, kam ich zu meiner ersten Million, Potztausend!

Kategorien: Diabolisches, Erbauliches

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