Die SiebenbΓΌrgener Nachzehrer-Wurst

Sind sie es ebenfalls leid, alle Jahre wieder anlΓ€sslich dieses blΓΆdsinnigen β€œHallo-Wien”-Festes von bestenfalls drolligen Schreckensgestalten penetriert zu werden, die eigens fΓΌr diesen Anlass C&A-Anzug und Sachbearbeiterschreibtisch mit Gespenstertuch und Plastik-Hackebeil vertauschten und sich dann ungefragt bei Ihnen einladen? Nun, ich darf erfreut verkΓΌnden: Das Darben hat hiermit ein Ende! In diesem Jahr nΓ€mlich werden Sie dem pseudozombifizierten PΓΆbel eine KΓΆstlichkeit aus alter Zeit servieren, die ihn lehren wird, was Furcht wirklich bedeutet: Die SiebenbΓΌrgener Nachzehrer-Wurst!

Gerne weihe ich Sie in die Zubereitung dieser schmackhaften Speise ein:

Sie benΓΆtigen:

1. Wurst (PfΓ€lzer, Wiener, Lyoner, je nach Geschmack)
2. Eier (keine Straußeneier, das verdirbt den Geschmack)
1-2 Liter frischgepressten Orangensaft
1-3 zuverlΓ€ssige Kurzschwerter (oder ersatzweise KΓΌchenmesser)
4-5 fΓ€hige WalfΓ€nger
1 Golddublone (notfalls tun es auch zwei Euro)
1 Dose Kutteln (notfalls auch Bohnen in Sauce)

Man nehme die Wurst und lege sie in eine Kasserolle. Sorgsam mit dem frischgepressten Orangensaft bedecken, dann die Eier darΓΌberschlagen. Dann in einen mΓΆglichst feuchtwarmen Raum (gerne auch Sauna) verbringen.

Dort vergessen wir unsere Wurst zwâlf bis vierundzwanzig Monate, bis sie ausreichend gezogen hat. Ab und an sehen wir nach unserer Delikatesse, und stutzen eventuell nach uns greifende Tentakel sorgsam mit einem der Kurzschwerter (bei Verschleiß auswechseln). Nach c.a. vierundzwanzig Monaten nehmen wir die erfahrenen WalfÀnger, und bringen die Wurst zur Strecke (Vorher unbedingt eine Golddublone an einen Mast nageln).
Mit Kutteln verfeinern. Fertig!

Ich wΓΌnsche einen gesegneten, ja, schauerlichen Appetit!

Abb. 1: Serviervorschlag

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Kategorien: Aktuelles, Kulinarisches

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