1000 Jahre „Tatort“. Aus dem Kulturteil des „Freiheitlichen Beobachters“

15109633_1945176192376613_8945891184790806500_nGerade erst hat die 1000. Folge des „Tatorts“ Fernsehgeschichte geschrieben. Doch schon bald (nämlich in 946 Jahren) steht das nächste Jubiläum an: wir haben die Folge zum 1000-jährigen Tatort-Jubiläum schon jetzt unter die Lupe genommen.

Das Szenario:

Gruppentherapie mit Schlachtrössern. Nach einem Gauleiter-Symposium steigen der Frankfurter Kriminal-Ideologe Fips Rommel (A. Gauland) und die pathologische Promovierte Dr. Brünhilde Braun (Dr. F. Petry) gemeinsam in einen Reisebus, der sich aber bei näherem Hinsehen als heruntergekommener Wohnwagen entpuppt und vor ungewaschenen Zigeunern geradezu überquillt. Die integrationsunwilligen Volksschädlinge wittern sofort ihre Chance und betteln um Geld- und Sachleistungen (´n Euro, ´ne Kippe) – so werden die arischen Spürnasen mit Ängsten und Abgründen weit jenseits der Ekelgrenze konfrontiert. Dabei hätte es so eine gemütliche Kaffeefahrt durch beschauliche Gaue werden können!

Der gesellschaftspolitische Auftrag:

Verzwickt. Eigentlich sollte in der aufwendigen, „Kaffeefahrt nach Dresden“ genannten Produktion auf die Verwahrlosung der Deutschen Heimat durch Zuwanderung hingewiesen werden. Leider scheitert die Jubiläumsfolge schon an ihrer Prämisse: Die natürlich völlig ungebildeten Migranten verpassen die Autobahn-Ausfahrt nach Dresden und die nordafrikanische Komparsen-Hundertschaft havariert schon während der Anfahrt im Mittelmeer. So müssen Braun und Rommel sich einmal mehr am verhassten Establishment abarbeiten: Nach langer Irrfahrt landet der Reisebus ausgerechnet in Tübingen, wo habilitierte Gutmenschen und kinderlose Gender-Frauen die Zigeuner sofort mit abnormer Willkommenskultur und Political Correctness bebauchpinseln. Kann ein vom Klartextreder-Duo angestrengtes Volksbegehrten diese Verschwörung gegen das Vaterland noch aufhalten und das Pendel zurückschwingen?

Die böseste Szene:

Gemeinsam mit der schießfreudigen Kollegin Walli von Übelkrähe (grandios: B. von Storch) steigen Braun und Rommel in den Wohnwagen. Sie wähnen sich alleine, da im Halbdunkel die ebenfalls halbdunklen Insassen für sie völlig unsichtbar sind. Erst als Übelkrähe sich eine Dannemann steckt, erkennen die deutschen Helden, dass sie von Verschwörern umzingelt sind.

Der beste Dialog:

Braun: „Abnorm!“
Rommel: „Abartig!“

Wertung:

10 von 10 rote Himmelfahrts-Pfeile. Wir sind ja kein Leitmedium.

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Kategorien: Aktuelles, Redliches Fernsehprogramm

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