Ich werde nicht gelber Kaiser!

Der Kaiser von Japan ist ja bekanntermaßen Amtsmüde, weswegen der werte Herr Schnabel mir, vâllig folgerichtigerweise, die Amtsnachfolge antrug.

ein durchaus vortrefflicher Gedanke. Ich mΓΌsste wohl lΓΌgen, wΓΌrde ich mir anmaßen zu behaupten, dass ein solches Kaiser-Amt nicht stets einen gewissen Reiz ausΓΌbt. Zumal der SouverΓ€n in Japan ja bekanntermaßen als gottgleich gilt, was sich stets recht gΓΌnstig auf den sozialen Status und die BonitΓ€t bei Aufnahme eines Kredits auszuwirken pflegt. Ich weiß schließlich wovon ich spreche, werde ich doch im fernen Amazonas-Gebiete bei den BlΓ€hi-Indios seit Jahr und Tag als Gottheit verehrt (man nennt mich „Der wie zehn Monsune donnert“).

Kurzum: das Amt wΓΌrde sich auf den ersten Blick ganz vortrefflich in meinem Portfolio machen, zumal ich dem einzig wahren Kaiser und dem richtigen AllmΓ€chtigen mit dieser schΓΆnen Γ„mteranhΓ€ufung kaum ins Gehege kΓ€me – schließlich „zΓ€hlen“ heidnische Γ„mter allenfalls als Annehmlichkeiten ohne echten sakrosankten Mehrwert.

Dem sei nun wie ihm wolle: Bei nΓ€herer Betrachtung ist es mir – allen Annehmlichkeiten zum Trotze – doch ganz unmΓΆglich, den besagten Posten anzutreten. Ich habe mich einmal probehalber in der landestypischen Tracht gewandet und ich muss schon sagen: selbst fΓΌr die VerhΓ€ltnisse einer asiatischen Gottheit biete ich einen selten albernen Anblick, Potztausend!

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Kategorien: Aktuelles, Der liebe Kaiser, Diabolisches

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