Zensur beginnt im Kleinen!

Werte Damen und Herren,

als aufmerksamer Leser der Tagespresse kommt man nicht um die Feststellung umhin, dass die Zensur zuletzt wieder in aller Munde ist. Endlich, mâchte man sagen. Schließlich ist eine umfassende Inhaltskontrolle schon seit jeher Indikator für ein funktionierendes Staatswesen. Merke: wenn der Bauer schon lesen kann, so sollte er es wenigstens nicht dürfen, von der Bibel einmal abgesehen.

SelbstverstΓ€ndlich gehe ich in meiner Eigenschaft als SchlΓΌsselfigur auch auf diesem Felde mit gutem Beispiel voran. Als Chefzensor der ΓΆrtlichen KindertagesstΓ€tte „St. Theresia“ leiste ich schon seit Jahren wertvolle Arbeit an der Front der Nachwuchszucht – ehrenamtlich, versteht sich. Ist es nicht beruhigend, dass uns zumindest vonseiten nachwachsender Generationen somit keine Gefahr mehr droht? Die ersten Erfolge meines Wirkens sind jedenfalls bereits sichtbar: will man dem aktuellen Statusbericht der Reichs-Rauschgiftbeauftragten Glauben schenken, zieht die Jugend heutzutage einen schΓΆnen Bausparer der Haschgift-Spritze vor. Recht so! Lediglich die SprΓΆsslinge des Lumpen-Proletariats (die folgerichtig Real- oder Hauptschule besuchen), sind von dieser positiven Entwicklung erwartungsgemÀß bisher ausgenommen.

Umso hΓ€ngt der Weiterbestand des Abendlandes selbstredend von dem Engagement seiner ehrenamtlichen Zensoren ab. Daher mΓΆchte ich jedem ausdrΓΌcklich ans Herz legen, es mir umgehend nachzutun!

Daher habe ich Ihnen an dieser Stelle eine Kostprobe meines Schaffens verknΓΌpft. Es handelt sich um ein Machwerk Namens „Die Raupe Ursula“. Ein Extremfall, in der Tat! Hier wurde auf widerwΓ€rtige Weise der Versuch unternommen, handfeste Pornografie unter dem DeckmΓ€ntelchen der harmlosen Insekten-Folklore in die HΓ€nde NOCH! unschuldiger Kindlein zu schmuggeln. Dementsprechend musste der Rotstift erschΓΆpfend zum Einsatz kommen, was er selbstredend auch tat.

Aber beschließen wir diese Abhandlung mit einer erfreulichen Randnotiz: durch meine emsige Streicharbeit musste das Halblingsgestammel der Kindergruppe „MoppelbΓ€r“ bloß noch anderthalb Minuten ertragen werden. Welch Erleichterung fΓΌr alle Beteiligten!

zensur

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Kategorien: Aktuelles, Die bessere Gesellschaft, redliche Erziehung

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