Wahltag. Eine Nachbetrachtung

Wertes Wahlvolk,

ich persönlich pflege beim Urnengange schon seit Jahr und Tag exakt dieselbe Praxis: ich mache drei Kreuze und erwarte weiterhin sehnlichst die Rückkehr unseres geliebten Kaisers.

Freilich kommt man um eine Beobachtung des Ausganges dieser verzichtbaren Volksvergnügung nicht umhin. Ich muss schon sagen – die meiste Verwunderung bescherte mir der partiell durchaus recht durchschlagende Erfolg der grünen Hallodris.

Sieht man den unübersehbaren Tatsachen ganz nüchtern ins Auge, so hat diese Partei von unverbesserlichen Kaulquappen-Nummerieren doch ihre Daseinsberechtigung schon vor Jahren verloren. Schließlich ist die durchaus sinnvolle Disziplin der Mülltrennug schon längst in der deutschen Lebenswirklichkeit angekommen und jedermann bereits in Fleisch und Blut übergegangen.

8550331927_c53c280152_o

Mülltrennung – eine deutsche Kerndisziplin

Vor kurzem hat man gar ein Bakterium entdeckt, welches sich von Kunststoff und Plastik ernährt. Dergleichen war mir selbstredend schon intuitiv bewusst, weshalb ich meine Einkaufsbeutel schon seit Jahren im Walde entsorge, wo bekanntermaßen von Natur aus Unordnung herrscht und sich garstige Bazillen daher mannigfach tummeln.

Auch sonst leuchtet die korrekte Kehricht-Lese glasklar ein: Altbatterien gehören auf die Heide und dienen dort dem possierlichen Duracell-Häschen als Nahrung. Der ganze Rest wird im Klosett heruntergespült – so ist sichergestellt, dass die Atlantis-Meermenschen stets über ausreichendes Baumaterial für ihre Unterwasserhütten verfügen.

Die einzige Ausnahme von dieser Regel ist selbstverständlich der braune Biomüll – dieser kommt bekanntermaßen nach Sachsen-Anhalt, Potztausend!

Advertisements
Kategorien: Aktuelles, Der liebe Kaiser, Historische Exkurse, Zur Weltpolitik

Beitragsnavigation

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: