Prosit Neujahr!

Hochgeehrte Damen und Herren!

Die Welt feiert den Tag des heiligen Silvesters und das neue Jahr – wir redliche Christen sind da keine Ausnahme, Potztausend! Ich persΓΆnlich werde den heutigen Abend im Beisein meines mittlerweile halbvollen UrinsammelbehΓ€lters, meines schnieken HΓΆrgerΓ€tes wie auch meiner lΓΆblichen, rezeptpflichtigen Demenzmedikamente geniessen. SelbstverstΓ€ndlich gehΓΆren auch sogenannte „VorsΓ€tze“ zur alljΓ€hrlichen Silvesterprozedur, hierzu zΓ€hlen nicht etwa die vorsΓ€tzliche KΓΆrperverletzung wie das ZΓΌnden gehΓΆrschΓ€digender FeuerwerkskΓΆrper durch vorbestrafte Jugendliche: nein, es handelt sich um banale Bestrebungungen, welche fΓΌr das nΓ€chste Jahr geplant sind.

Meine VorsΓ€tze sind redlicherweise: noch lΓΆblicher, noch christlicher, noch kaisertreuer und noch frommer zu werden. Wohl wahr, einige ΓΌberaus komplizierte Aufgaben, wenn man bedenkt, wie lΓΆblich, christlich, kaisertreu und fromm meine Wenigkeit doch bereits ist, Sackerlot. Seien Sie froh, geschΓ€tzter Leser, dass Sie sich nur mit solch ΓΌberaus simplen VorsΓ€tzen wie dem Verlust einiger Pfunde beschΓ€ftigen mΓΌssen! Wenn man das seinige Dasein so nahe der Perfektion fristet, wie man es als Dr. Waldemar Drechsler leider zu tun pflegt, so fallen einem die guten VorsΓ€tze nicht mehr so leicht in den redlichen Schoss, gell. Welch ein Frust mein Leib bei diesem Gedanken durchfΓ€hrt!

Frustriert ob seiner Existenz nahe der ultimativen Perfektion,
Dr. Waldemar Drechsler

Kategorien: Aktuelles, Der liebe Kaiser, Die bessere Gesellschaft, Dr. Waldemar Drechsler gibt sich die Ehre

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