„Einen Finger zu rühren“ – schwerer als gedacht!

Will man es für möglich halten: soeben hat meine Zugehfrau ihr schon Jahrzehnte währendes und in meinen Augen auch äußerst fruchtbares Arbeitsverhältnis kurzerhand aufgekündigt, ja, sie hat es mir gar förmlich vor die Füße geworfen. Sie wolle und könne, so sagte sie, nicht länger für einen Menschen tätig sein, der seinen Lebtag nie erlernt habe, selbst „auch nur einen Finger zu rühren“. Unerhört, ich muss schon sagen. Da behandelt man sein Gesinde stets zuvorkommend, verzichtet sogar meist auf die Knute und zeigt ihm sogar unverzüglich an, in welche Richtung man die Knochen der Hühnerkeulen hinter sich geworfen hat, um ihm unnötige Sucharbeit zu ersparen – und dies ist nun der Dank!

Freilich kam ich gleichwohl nicht umhin, ob der vehement und in aller Schärfe vorgetragenen Kritik auch ein wenig nachdenklich zu werden.  Erreicht man mein hohes Alter, so stellt man sich doch des Öfteren die Frage, ob man nicht doch etwas verpasst hat im Leben. Ich habe also einmal probehalber einen Finger gerührt. Beziehungsweise habe ich viel eher, um mich nicht sogleich zu übernehmen, erst einmal einen solchen gekrümmt. Was soll ich sagen: es war grausig. Nicht nur stand auch nach zweimaligem Krümmen noch immer kein Mittagsmahl auf dem Tisch; viel gravierender: ich verspüre auch noch nach zwei Tagen einen empfindlichen, ziependen Schmerz im Finger. „Knaurs großes Gesundheitsbuch“ suggeriert, dass es sich dabei um einen sogenannten „Muskelkater“ handeln könnte. Feurio, wie unschicklich für einen Herrn von Stande! Würden meine Mit-Rotarier davon erfahren – ich wäre gesellschaftlich sozusagen erledigt.

Gleichwohl bleibt noch immer mein zumindest temporäres Versorgungsproblem. Daher meine dringende Nachfrage an die Gemeinen unter Ihnen: ist Ihnen möglicherweise eine Bildungseinrichtung bekannt, die Anfängerkurse in diesem ominösen „Fingerrühren“ anbietet? Vielleicht diese sogenannte „Pöbel-Hochschule“? Schließlich muss man sich auch als Senior eine gewisse Neugier bewahren.

Und bevor ich es vergesse: selbstverständlich suche ich auch ab sofort eine erfahrene Zugehfrau. Fingerfertigkeit ausdrücklich erwünscht, Potztausend!

Will man es für möglich halten: soeben hat meine Zugehfrau ihr schon Jahrzehnte währendes und in meinen Augen auch äußerst fruchtbares Arbeitsverhältnis kurzerhand aufgekündigt, ja, sie hat es mir gar förmlich vor die Füße geworfen. Sie wolle und könne, so sagte sie, nicht länger für einen Menschen tätig sein, der seinen Lebtag nie erlernt habe, selbst „auch nur einen Finger zu rühren“. Unerhört, ich muss schon sagen. Da behandelt man sein Gesinde stets zuvorkommend, verzichtet sogar meist auf die Knute und zeigt ihm sogar unverzüglich an, in welche Richtung man die Knochen der Hühnerkeulen hinter sich geworfen hat, um ihm unnötige Sucharbeit zu ersparen – und dies ist nun der Dank!

Freilich kam ich gleichwohl nicht umhin, ob der vehement und in aller Schärfe vorgetragenen Kritik auch ein wenig nachdenklich zu werden.  Erreicht man mein hohes Alter, so stellt man sich doch des Öfteren die Frage, ob man nicht doch etwas verpasst hat im Leben. Ich habe also einmal probehalber einen Finger gerührt. Beziehungsweise habe ich viel eher, um mich nicht sogleich zu übernehmen, erst einmal einen solchen gekrümmt. Was soll ich sagen: es war grausig. Nicht nur stand auch nach zweimaligem Krümmen noch immer kein Mittagsmahl auf dem Tisch; viel gravierender: ich verspüre auch noch nach zwei Tagen einen empfindlichen, ziependen Schmerz im Finger. „Knaurs großes Gesundheitsbuch“ suggeriert, dass es sich dabei um einen sogenannten „Muskelkater“ handeln könnte. Feurio, wie unschicklich für einen Herrn von Stande! Würden meine Mit-Rotarier davon erfahren – ich wäre gesellschaftlich sozusagen erledigt.

Gleichwohl bleibt noch immer mein zumindest temporäres Versorgungsproblem. Daher meine dringende Nachfrage an die Gemeinen unter Ihnen: ist Ihnen möglicherweise eine Bildungseinrichtung bekannt, die Anfängerkurse in diesem ominösen „Fingerrühren“ anbietet? Vielleicht diese sogenannte „Pöbel-Hochschule“? Schließlich muss man sich auch als Senior eine gewisse Neugier bewahren.

Und bevor ich es vergesse: selbstverständlich suche ich auch ab sofort eine erfahrene Zugehfrau. Fingerfertigkeit ausdrücklich erwünscht, Potztausend!

Kategorien: Aktuelles

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