Die Jugend – einmal mehr!

Werte Damen und Herren,

Diese Jugend! Weiß nichts, kann nichts, leistet noch nicht einmal mehr Wehrdienst und wird sodann ganz folgerichtig andersherumsechsuell. Kurzum: diese Generation ist zu nichts zu gebrauchen und denkt nur an sich, was sich trefflich an dem sogenannten β€žPflegenotstandβ€œ illustrieren lΓ€sst. Da wird stets gejammert und gegreint, man kΓΆnne in solchen Berufen β€žeinfach nicht genug verdienenβ€œ.

Feurio! Da wird nicht nur ganz unverhohlen der Generationenvertrag gebrochen, nein, es kommt somit zudem eine moralische Verderbtheit zutage, die ihresgleichen suchen kann, aber niemals finden wird.
Haben wir in unserer Jugend nach AufwandsentschΓ€digung und VergΓΌtung gefragt, als wir uns fΓΌr die Γ€ltere Generation aufopferten? Aber keineswegs, verfΓΌgten wir doch noch ΓΌber Anstand und einen fest in uns verankerten (ja – hineingeprΓΌgelten) moralischen Kompass!

Ich beispielsweise hΓ€tte fΓΌr meine Erbtante Gretel alles gegeben – sogar eine Niere. Was ich denn schließlich sogar tat. Ich entsinne mich noch trefflich an ihr die RΓΌhrung in Ihrem ehrwΓΌrdigen Antlitz, als sie mir mit schwacher Stimme zuraunte: β€žAber Jessal (so nannte man mich in meiner Jugend im engsten Familienkreise) ich brauche doch gar keine Niere.β€œ Noch heute schießen mir umgehend TrΓ€nen der RΓΌhrung in die Augen, denke ich an die schier unglaubliche Bescheidenheit dieser sicherlich schwerkranken Frau.

Doch selbstverstÀndlich ließ ich mich davon nicht beirren. In meinem jugendlichen Eifer hatte ich mir die besagte Niere nÀmlich bereits im Vorfeld meines Besuches von einem Barbier, der auch als Pferdedoktor arbeitete entfernen lassen. Ich wollte der geliebten Tante eine Überraschung bereiten.

So kam es leider zu jenem bedauerlichen Unfall. Als die Tante sich nΓ€mlich unerwarteterweise erhob, um nach der noch auf meiner Tischseite befindlichen Zuckerdose zu greifen, hatte ich die Niere bereits aus ihrem BehΓ€ltnis genommen und ihr zugeworfen. Das leider noch gefrorene Organ traf die arme Tante mit einiger Wucht an der SchlΓ€fe. Sie verstarb noch in dem Moment. Der Fluch der guten Tat, mΓΆchte man sagen.

Und so, werte Damen und Herren, kam ich zu meiner ersten Million, Potztausend!

Kategorien: Diabolisches, Erbauliches

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2 Gedanken zu „Die Jugend – einmal mehr!

  1. Obi Wan Kenobi

    Was seit ihr doch alle fΓΌr Dorftrottel ohne Hirn. Selten so einen hanebΓΌchenen BlΓΆdsinn gelesen. Allerdings muss ich zugeben, dass diese Seite immer fΓΌr Erheiterung und LachkrΓ€mpfe sorgt.

  2. Soso, Kindlein. Da projizieren – wie der Psychologe so treffend sagt – Sie also nahezu Ihre gesamte Lebensgeschichte auf unsere Heimseite. Aber nur zu. Wir nehmen es Ihnen nicht krumm. Lassen Sie nur alles hinaus. Bedenken Sie stets: Sie leisten der Menschheit einen wichtigen Dienst, wenn diese angesichts Ihres Angesichts in HeiterkeitsstΓΌrme ausbricht. Immerhin parken Sie stets in der ersten Reihe, gell.

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