Meilensteine meiner Familiengeschichte, Teil III

Wir schreiben das 12. Jahrhundert: Der mutige Reformer Baron Grobian-Hammerhardt von Friedel leistet mit der EinfΓΌhrung des „Codex Friedensis“ auf seinem Lehen einen unschΓ€tzbaren Beitrag zur Herausbildung einer modernen Strafprozessordnung.


Baron Grobian-Hammerhardt von Friedel

Darin entwickelt er den noch heute gΓΌltigen Grundsatz β€žKeine Strafe ohne Gesetzβ€œ. Fortan wird der dereinst noch sehr weit gefasste Begriff der β€žStrafeβ€œ deutlich klarer umrissen: so gilt eine hexereibedingte Verbrennung von nun an als β€žReynigung der Seele durch Ultrahocherhitzungβ€œ, eine Behandlung mit der Garotte wird nunmehr als β€žMassage zur Beseytigung der Genickstarreβ€œ gefΓΌhrt. Durch diesen geschickten Winkelzug wird der Bedarf an Gesetzen und somit insbesondere der bΓΌrokratische Aufwand erheblich reduziert.
Leider war die Zeit noch nicht reif fΓΌr diesen auch auf dem medizinischen Sektor bewanderten Universalgelehrten. Als er sich anschickt, die PfΓ€hlung fortan als Methode zur β€žVohrbeugenden Darspielungβ€œ zu deklarieren, wird er von einem aufgebrachten Mob gelyncht. Seine feigen MΓΆrder kΓΆnnen freilich ihrer gerechten Strafe nicht entkommen: Grobian-Hammerhardts PlΓ€ne, das Lynchen als β€žStreytgespaeche aus nΓ€chstester Naeheβ€œ zu deklarieren, waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht umgesetzt. Sie werden 1356 gehenkt (vertΓ€ute Atemwegs-Rosskur).

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Kategorien: Familienchronik

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